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    Chancen für Rettung der Piloten von Tu-142 minimal - Maschine ohne Schleudersitze

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    Die Besatzung des U-Boot-Abwehrflugzeuges Tu-142, das am 6. November über dem Tatarischen Sund im Fernen Osten abgestürzt ist, hat kaum Rettungschancen gehabt, denn diese Flugzeuge haben keine Schleudersitze.

    WLADIWOSTOK, 10. November (RIA Novosti). Die Besatzung des U-Boot-Abwehrflugzeuges Tu-142, das am 6. November über dem Tatarischen Sund im Fernen Osten abgestürzt ist, hat kaum Rettungschancen gehabt, denn diese Flugzeuge haben keine Schleudersitze.

    Das teilte ein Sprecher der russischen Marinefliegerkräfte am Dienstag mit.

    Am Freitag, dem 6. November, absolvierte die Tu-142 einen Trainingsflug gemäß dem Plan für die Gefechtsausbildung. In der Schlussetappe des Fluges über dem Tatarischen Sund, der die Insel Sachalin und das Festland trennt, brach die Verbindung mit der Besatzung ab und das Flugzeug verschwand von den Bildschirmen der Radare. An Bord des Flugzeuges befanden sich elf Besatzungsmitglieder.

    Bei der Such- und Bergungsaktion wurden über 100 Fragmente des Flugzeuges sowie Überreste der menschlichen Körper gefunden.

    Die bereits geborgenen sterblichen Überreste der Besatzungsmitglieder werden gerichtsmedizinisch untersucht.

    "Die Flugzeuge vom Typ Tu-142 der Marinefliegerkräfte haben sich als zuverlässig bewährt. Aber sie haben einen ernsthaften Konstruktionsmangel: Es fehlt ihnen Schleudersitze. Im Notfall kann man das Flugzeug nur durch das Fahrwerk verlassen", präzisierte der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur.

    Nach Meinung von Experten wird es den Suchdiensten kaum gelingen, unter Berücksichtigung der Strömung und der Tiefen im Tatarischen Sund die Leichen der Besatzungsmitglieder zu finden.

    Die Flugschreiber der am 6. November abgestürzten Tu-142 wurden bisher nicht gefunden.

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