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    Russland soll Obama in Afghanistan aus der Patsche helfen - „Wedomosti“

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    Der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat während seiner jüngsten Verhandlungen mit Präsident Medwedew und Premier Putin in Moskau um weitere Hilfe für den Afghanistan-Einsatz gebeten, schreibt die Zeitung „Wedomosti" am Donnerstag.

    MOSKAU, 17. Dezember (RIA Novosti). Der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat während seiner jüngsten Verhandlungen mit Präsident Medwedew und Premier Putin in Moskau um weitere Hilfe für den Afghanistan-Einsatz gebeten, schreibt die Zeitung „Wedomosti" am Donnerstag.

     Konkret handelt es sich um zusätzliche Hubschrauber, Ausbildung von Piloten und Polizisten sowie die Versorgung mit Ersatzteilen und Brennstoff.

    In Afghanistan kommen bereits Hubschrauber von russischen Privatfirmen beim Transport von NATO-Gütern zum Einsatz. Erst kürzlich sei der Beschluss über die Auslieferung von neun Mi-17B-5-Hubschraubern für die afghanische Armee verkündet worden, sagte der Experte des Zentrums für Strategien- und Technologienanalyse, Dmitri Wassiljew. Die USA wollen die afghanischen Streitkräfte mit insgesamt 186 Hubschraubern versorgen.

    Russland habe die Afghanen letztmals im Jahr 2005 mit Waffen für schätzungsweise 30 Millionen Dollar kostenlos ausgestattet, erinnerte der Experte. Die USA gaben 2006 bekannt, Waffen und Rüstungen im Wert von zwei Milliarden Dollar an Kabul zu liefern. Quellen aus dem Umfeld des russischen Waffenexporteurs Rosoboronexport zufolge ist die kostenlose Übergabe von Hubschraubern möglich. Erst kürzlich wurde ein reparierter Mi-17  an die afghanischen Sicherheitsbehörden übergeben, was allerdings nur ein Einzelfall war. Große Partien müssten bezahlt werden.

    Laut einer Quelle aus dem Umfeld des Verteidigungsministeriums hatte die NATO auch den Ankauf von russischen Rüstungen und Ersatzteilen geplant, was allerdings im Sande verlief. Die NATO wollte für ihr Büro in Moskau eine Steuerbefreiung aushandeln, was die russischen Steuerbehörden jedoch nicht akzeptieren konnten. In Bezug auf den Transit werden die meisten Güter auf dem nördlichen Weg (außerhalb des instabilen Pakistans) durch Georgien und Aserbaidschan transportiert. Deshalb kann Russlands Anteil an den Nachschubtransporten kaum gesteigert werden.

    Die jüngsten Aktivitäten der NATO gegenüber Russland für den Afghanistan-Einsatz ließen sich ganz einfach erklären, sagte Iwan Safrantschuk, Redakteur des auf Zentralasien orientierten Magazins „Großes Spiel". Der von US-Präsident Barack Obama gebilligte und sogar modifizierte Stabilisierungsplan mit westlichen Truppen sei so gut wie gescheitert und könnte nur noch durch die Beteiligung Moskaus gerettet werden, so der Experte.

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