22:23 18 Juli 2018
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    Polen und Schweden wollen keine russischen Atomwaffen an EU-Grenze

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    Die Außenminister von Schweden und Polen haben Russland aufgefordert, seine Atomwaffen aus den Gebieten an der Grenze zur EU zu verlagern.

    MOSKAU, 02. Februar (RIA Novosti). Die Außenminister von Schweden und Polen haben Russland aufgefordert, seine Atomwaffen aus den Gebieten an der Grenze zur EU zu verlagern.

    “Wir rufen die Staatsführungen der Vereinigten Staaten und Russlands auf, sich zu Maßnahmen zu verpflichten, um die so genannten taktischen Atomwaffen in Europa deutlich zu reduzieren“, schrieben Carl Bildt und Radek Sikorski in einem Gastbeitrag für die Dienstagausgabe der „International Herald Tribune“.

    „Wir verstehen zwar, dass Russland eine europäische Macht ist, fordern Moskau aber auf, sich zum Abzug der Atomwaffen aus den Gebieten an der EU-Grenze zu verpflichten. Es geht um Gebiete wie Kaliningrad und die Kola-Halbinsel, wo es bis jetzt eine wesentliche Zahl dieser Waffen gibt“, so die beiden Minister.

    Sie zitierten aus einem Bericht der International Commission on Nuclear Nonproliferation and Disarmament, das Pentagon habe nach einigen Informationen rund 200 nukleare Gefechtsköpfe in Westeuropa und Russland halte die Mehrheit seiner Gefechtsköpfe im westlichen Teil seines Territoriums.

    Auf der Kola-Halbinsel befindet sich der Hauptstützpunkt der russischen Nordflotte, die über U-Boote mit Atomraketen verfügt. Die im Gebiet Kaliningrad basierende Ostseeflotte hat keine Atomwaffen. Spekulationen über deren mögliche Stationierung nahmen jedoch zu, nachdem die russische Marine im Januar verkündet hatte, auf die Aufstellung amerikanischer Patriot-Raketen in Polen mit einer Verstärkung der Ostseeflotte reagieren zu wollen. Zuvor hatte auch Präsident Dmitri Medwedew die Stationierung von Iskander-Raketen in Kaliningrad nicht ausgeschlossen, die bei Bedarf ebenfalls nukleare Sprengköpfe tragen können.

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