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    USA-Nuklearstrategie soll im kommenden Monat vorgestellt werden

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    Die Nuklearstrategie der USA wird innerhalb eines Monats dem Kongress vorgestellt.

    WASHINGTON, 18. März (RIA Novosti). Die Nuklearstrategie der USA wird innerhalb eines Monats dem Kongress vorgestellt. Das teilte James Miller, Berater des US-Vizeverteidigungsministers, am Mittwoch im Unterausschuss für strategische Rüstungen des Streitkräfte-Ausschusses des Repräsentantenhauses des US-Kongresses mit.

    "Die Nuklearstrategie wird zu einem grundlegenden Dokument der jetzigen Administration", betonte der Politiker. "Sie stellt einen praktischen Arbeitsplan dar und widerspiegelt die Thesen, die Barack Obama früher dargelegt hat."

    Die Strategie ist ein Dokument, das vom Kongress bestätigt wird und die USA-Politik auf dem Gebiet der Atomwaffen und bei der Einschätzung der Bedrohungen für die nächsten fünf bis zehn Jahre bestimmt.

    Zuvor hatte Obama auf die Notwendigkeit verwiesen, die Rolle der Kernwaffen in der Verteidigungspolitik zu verringern. Das Endziel wäre eine vollständige Befreiung der Welt von den Kernwaffen.

    Wie Miller feststellte, enthält der Strategieentwurf konkrete Schritte zu diesem Ziel sowie Maßnahmen, die auf eine Steigerung der Effektivität und der Sicherheit der US-Kernwaffenkräfte und nicht auf deren mengenmäßige Verstärkung gerichtet sind.

    Die Nuklearstrategie sei unter Berücksichtigung der Ergebnisse der jetzigen amerikanisch-russischen Verhandlungen in Genf zu einem neuen Vertrag über die strategischen Offensivwaffen (START-Nachfolgevertrag) verfasst worden. Insbesondere gelte das für die im neuen Vertrag vorgesehenen Einschränkungen für die Anzahl der Gefechtsköpfe und der Trägermittel.

    "Die Verhandlungen in der Schweiz gehen weiter und haben die Chance, historische Bedeutung zu erlangen", sagte Miller. "Die Vertreter der USA und Russlands bemühen sich in Genf um ein Abkommen, das die Möglichkeit bieten soll, die strategischen Rüstungen auf das niedrigste Niveau seit Jahrzehnten zu verringern."

    Zugleich setzt die Strategie eine Steigerung der Finanzierung der Nuklearinfrastruktur der USA voraus. Wie Miller sagte, geht es dabei um eine zusätzliche Finanzierung der Infrastruktur des Nationalen Nuklearlabors in Los Alamos (Kalifornien) und Oak Ridge (Tennessee).

    Darüber hinaus beantragt das Pentagon eine 13-prozentige Steigerung der Finanzierung der Nationalen Administration für die Atomsicherheit im Rahmen des Programms der Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit der alten Gefechtsköpfe.

    "Natürlich investieren die USA weiter in die nukleare Infrastruktur und in das Arsenal, während eine kernwaffenfreie Welt das Hauptziel ist", hieß es. "Indem wir Sicherheit, Unversehrtheit und Effektivität unserer Atomwaffenvorräte gewährleisten sowie Forschungen vornehmen, werden wir die mengenmäßige Verringerung des Arsenals fortsetzen, ohne dabei unsere Sicherheit zu gefährden."

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