06:52 25 November 2017
SNA Radio
    Militär

    Erste Flugabwehrsysteme Panzir treten Dienst an

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 9 0 0

    Die russische Luftwaffe hat zehn Kurzstrecken-Flugabwehr-Systeme Panzir-S in Dienst gestellt. Die Anlagen wurden am Donnerstag auf dem Gelände des Tulaer Konstruktionsbüros KBP feierlich an die Luftwaffe übergeben.

    MOSKAU, 18. März (RIA Novosti). Die russische Luftwaffe hat zehn Kurzstrecken-Flugabwehr-Systeme Panzir-S in Dienst gestellt. Die Anlagen wurden am Donnerstag auf dem Gelände des Tulaer Konstruktionsbüros KBP feierlich an die Luftwaffe übergeben.

    Das teilte der Sprecher des Verteidigungsministeriums Wladimir Drik mit. Nach seinen Worten werden diese Systeme während der bevorstehenden Siegesparade am 9. Mai über den Roten Platz rollen.

    Laut dem stellvertretenden Luftwaffenchef Sergej Rasygrajew wird die neue Waffe auch bei den bevorstehenden Schießübungen in Aschuluk in Südrussland zum Einsatz kommen. Künftig solle auf der Grundlage des Panzir ein universelles Kurzstrecken-Flugabwehrsystem entwickelt werden, das neben der Luftwaffe auch den spezifischen Anforderungen der Landstreitkräfte, Marine, Luftlandetruppen und anderer Teilstreitkräfte entsprechen werde.

    Der stellvertretende Direktor des Tulaer Konstruktionsbüros Juri Sawenkow teilte seinerseits mit, dass die Luftstreitkräfte demnächst mindestens 20 weitere Panzir-Systeme bekommen würden.

    Das Panzir-S-System ist für den Schutz kleinerer Militär-, Industrie- und Verwaltungsobjekte vor Flugzeugen, Hubschraubern, Flügelraketen und Präzisionswaffen bestimmt. Die erste Modifikation wurde 1994 entwickelt und auf der Luftfahrtmesse MAKS 1995 im Moskauer Vorort Schukowski erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem wurden im Tulaer Konstruktionsbüro KBP, das vor allem für seine Luftabwehrsysteme Tunguska-M1 und Kaschtan-M bekannt ist, mehrere Weiterentwicklungen des Panzir-Systems gebaut.

    Das System hat eine Reichweite von 20 km und kann anfliegende Ziele mit einer Fläche von mindestens zwei Quadratzentimetern und Fluggeschwindigkeiten von bis zu 1000 m/sec abfangen. Das Rundsuchradar und das optisch-elektronische Zielerfassungssystem können Hubschrauber, Drohnen, Flügelraketen, Präzisionsbomben und andere Ziele in bis 15 km Höhe aufspüren.

    Zudem ist Panzir mit zwei Zielfolgeradaren, zwei 30-mm-Fla-Kanonen 2A38M (Reichweite vier km) und zwölf Hyperschallraketen 57E6-E ausgestattet.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren