13:13 21 November 2017
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    Russlands Marine hält an Pannen-Rakete fest: Nächste Tests der Bulawa im Juni

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    Bulawa: Chronik der Teststarts (115)
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    Trotz zahlreicher Pannen hält die russische Marine an der neuen Interkontinentalrakete Bulawa fest. Für den Sommer ist eine ganze Reihe neuer Teststarts geplant.

    MOSKAU, 19. März (RIA Novosti). Trotz zahlreicher Pannen hält die russische Marine an der neuen Interkontinentalrakete Bulawa fest. Für den Sommer ist eine ganze Reihe neuer Teststarts geplant.

    Ende Juni solle das Atom-U-Boot Dmitri Donskoj zwei Bulawa-Raketen abfeuern, teilte ein ranghoher Marinesprecher RIA Novosti mit. Anschließend seien zwei Teststarts vom neusten U-Boot der vierten Generation Juri Dolgoruki geplant. Falls die Tests erfolgreich ausfielen, werde die Juri Dolgoruki, ausgestattet mit Bulawa-Raketen, noch in diesem Jahr den Dienst antreten.

    Bislang waren sieben der insgesamt zwölf Bulawa-Teststarts gescheitert. Beim jüngsten Test am 9. Dezember hatte die dritte Stufe der Rakete versagt. Bulawa-Gegner plädieren für einen Verzicht auf das Projekt.

    Bei Bulawa (NATO-Code: SS-NX-30) handelt es sich um eine U-Boot-gestützte 36,8 Tonnen schwere Dreistufen-Feststoffrakete, die mit sechs bis zehn individuell lenkbaren Überschall-Gefechtsköpfen von jeweils 150 Kilotonnen bestückt werden kann und eine Reichweite von bis zu 8000 Kilometern hat.

    Mit dieser Rakete sollen die neuen U-Boote Dmitri Donskoj, Juri Dolgoruki, Alexander Newski und Wladimir Monomach ausgerüstet werden. Bislang hat es elf Teststarts der „Bulawa" gegeben, sechs davon schlugen fehl.

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