15:56 21 Juli 2018
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    Moskau erwartet vom Iran mehr Transparenz bei Bekämpfung afghanischer Drogen

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    Weltweite Drogengefahr nimmt zu (258)
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    Dem Chef der russischen Drogenbehörde, Viktor Iwanow, zufolge sollte der Iran mehr Transparenz beim gemeinsamen Vorgehen gegen den Rauschgiftschmuggel aus Afghanistan zeigen.

    BERLIN, 26. März (RIA Novosti). Dem Chef der russischen Drogenbehörde, Viktor Iwanow, zufolge sollte der Iran mehr Transparenz beim gemeinsamen Vorgehen gegen den Rauschgiftschmuggel aus Afghanistan zeigen.

    Er treffe sich regelmäßig mit dem Hauptzuständigen für diesen Bereich, dem Chef des iranischen Stabes für Drogenbekämpfung, Herrn Mogaddam, sagte Iwanow. „Wir möchten, dass die iranische Seite aufgeschlossener ist: Wir können bis jetzt keinen Austausch von Fernmeldeoffizieren zustande bringen. Das wäre aber sehr wichtig, denn der Informationsaustausch und die Abstimmung technischer Fragen könnten unter Teilnahme von Kontaktpersonen zügiger erfolgen“, sagte der Chef der Drogenkontrollbehörde am Freitag in Berlin bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

    Iwanow würdigte zugleich den großen Beitrag des Iran zur Bekämpfung des Drogenschmuggels aus Afghanistan.

    „Sie stellen rund 40 Prozent des für Europa bestimmten Rohopiums sicher und leisten damit einen ernsthaften Beitrag“, sagte der Chef der Drogenkontrollbehörde.

    Er merkte an, dass Rohopium im Iran oft nicht zu Heroin verarbeitet, sondern sofort konsumiert werde.

    Die Bekämpfung der illegalen Drogenlieferungen aus dem Nachbarland koste den Iran immense staatliche Gelder, die im Grunde genommen für den Bau von Befestigungsanlagen an der Grenze zu Afghanistan verwendet würden.

    „Es werden hohe Zäune, Hindernisgräben und sogar furchterregende Galgen gebaut, die eventuelle Drogenkuriere abschrecken sollen. Doch die Grenze (zwischen beiden Staaten) ist sehr lang und in den Gebirgsgebieten gibt es einen regen Drogenverkehr“, sagte Iwanow.

    Von dort aus würden Rauschgiftmittel im Transit nach Europa sowie über das Kaspische Meer nach Russland transportiert, ergänzte der Beamte.

    Nach UN-Angaben reißt afghanisches Heroin weltweit jährlich 100 000 Menschen in den Tod.

    Drogen-Verkehr weltweit. INFOgraphiken

     

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