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    Neuer START-Vertrag wird US-Raketenabwehrpläne nicht tangieren (Zusammenfassung)

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    Der START-Nachfolgevertrag mit Russland wird die US-Raketenabwehrpläne nicht tangieren.

    WASHINGTON/MOSKAU, 26. März (RIA Novosti). Der START-Nachfolgevertrag mit Russland wird die US-Raketenabwehrpläne nicht tangieren.

    Das erklärte Pentagon-Chef Robert Gates am Freitag auf einer Pressekonferenz in Washington. "Unser Programm der Raketenabwehr wird durch diesen Vertrag auf keine Weise eingeschränkt", sagte er.

    Ellen Tauscher, für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit zuständige US-Vizeaußenministerin, hob ihrerseits hervor, dass es einen Unterschied zwischen Offensiv- und Verteidigungswaffen gebe. "Wir haben unsere Position klar dargelegt ... Wir haben Russland über unseren Vorschlag an Rumänien informiert, in das Raketenabwehrprojekt einzusteigen", sagte sie.

    Dagegen behauptet der Kreml, dass im neuen START-Vertrag, den beide Präsidenten am 8. April in Prag unterzeichnen werden, Probleme der strategischen Offensiv- und Devensivwaffen in Verbindung mit einander behandelt werden. Zudem sei in dem Vertrag festgeschrieben, dass alle strategischen Offensivwaffen nur auf dem Territorium der beiden Staaten (Russland und USA) stationiert werden dürfen.

    "Die Bestimmung, laut der die strategischen Offensivwaffen und die strategischen Verteidigungswaffen eng mit einander verbunden sind, soll in juristisch bindender Form festgehalten werden", teilte die Pressestelle des Kreml am Freitag nach einem Telefonat zwischen den Präsidenten Dmitri Medwedew und Barack Obama mit. Beide Staatschefs hätten auch auf die zunehmende Bedeutung dieses Zusammenhangs im Prozess des Abbaus der strategischen Offensivwaffen hingewiesen.

    In dem START-Nachfolgevertrag werde darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Ausstattung interkontinentaler ballistischer Raketen und U-Boot-gestützter ballistischer Raketen mit herkömmlichen Gefechtsköpfen unweigerlich auf die strategische Stabilität auswirken werde, hieß es.

    In den früher geschlossenen bilateralen Abkommen waren Moskau und Washington die Verpflichtung eingegangen, von der Entwicklung einer Raketenabwehr abzusehen. Die USA und Russland durften jeweils nur ein kleines Raketenabwehrsystem haben - im Bundesstaat Nordkarolina bzw. im Großraum Moskau. Im Jahr 1972 stiegen die USA einseitig aus dem Raketenabwehr-Vertrag aus, was nach Ansicht Moskaus negative Auswirkungen auf die strategische Stabilität in der Welt hatte.

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