02:42 23 November 2017
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    Mögliche Marschroute von Nato-Panzern bekümmert russischen General

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    Russlands Verteidigungsbereitschaft schrumpft wegen vieler „demilitarisierter Lücken“, beklagte der Militärexperte Leonid Iwaschow und zeigte sich insbesondere über die Verlegung der Waffen aus der Ostsee-Exklave Kaliningrad besorgt.

    MOSKAU, 31. März (RIA Novosti). Russlands Verteidigungsbereitschaft schrumpft wegen vieler „demilitarisierter Lücken“, beklagte der Militärexperte Leonid Iwaschow und zeigte sich insbesondere über die Verlegung der Waffen aus der Ostsee-Exklave Kaliningrad besorgt.

    In seinem am Mittwoch veröffentlichten Gastbeitrag für die russische Wochenzeitung „WPK“ kommentierte Iwaschow insbesondere die Erklärung von Generalstabchef Nikolai Makarow, in den Jahren 2008 und 2009 habe Russland mehr als 600 Panzer, rund 550 weitere gepanzerte Kampffahrzeuge sowie mindestens 600 Geschütze und Granatwerfer aus dem Gebiet Kaliningrad zurückgezogen.

    Der Generalstab berücksichtige dabei nicht die Wahrscheinlichkeit des Nato-Beitritts Finnlands und Schwedens. Dann laufe der „ganze russische Nordwesten“ eventuell die Gefahr, von einem „Bogen gegnerischer Kräfte zusammengepresst“ zu werden. „Die Nato verfügt übrigens über rund 20.000 Panzer, denen die Geographie keine andere Bewegungsrichtung als nach Osten erlaubt“, so der Generaloberst a.D. weiter.

    „Leider wird heute nicht nur das Gebiet Kaliningrad, sondern auch das ganze Land demilitarisiert. Aus meiner Sicht hat ganz Russland heute lauter demilitarisierte Lücken“, betonte Iwaschow. Russlands „Mobilisierungs-System“ werde heute nicht modernisiert, sondern eher abgeschafft.

    „Eine eventuelle Aggression lässt sich durch Iskander-Raketen kaum aufhalten“, schrieb der Experte. Zuvor hatte der Kreml die Aufstellung von Iskander-Kurzstreckenraketen im Gebiet Kaliningrad nicht ausgeschlossen. Iwaschow schrieb nun, der Iskander-Komplex sei zwar eine ausgezeichnete, aber keine flächendeckende Waffe und nur gegen Einzelziele effizient.

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