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    Terrorattacke in Dagestan: „Wie bei Atomexplosion“ (Zusammenfassung)

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    Wieder war es ein Doppelanschlag: Zwei Tage nach dem verheerenden Angriff auf U-Bahn-Züge in Moskau hat eine Terrorattacke mit kalt kalkuliertem Timing viele Todesopfer in der russischen Teilrepublik Dagestan gefordert.

    MOSKAU, 31. März (RIA Novosti). Wieder war es ein Doppelanschlag: Zwei Tage nach dem verheerenden Angriff auf U-Bahn-Züge in Moskau hat eine Terrorattacke mit kalt kalkuliertem Timing viele Todesopfer in der russischen Teilrepublik Dagestan gefordert.

    Die beiden Explosionen im dagestanischen Kisljar erfolgten am Mittwochmorgen im Abstand von 20 Minuten. Eine nach vorläufigen Angaben 200 Kilogramm TNT starke Autobombe wurde zunächst gezündet, als ein Polizeiwagen vorbeifuhr. Als dann die Ermittler vor Ort eintrafen, sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Nach Angaben vom Mittwochabend gab es insgesamt zwölf Todesopfer, 29 Menschen wurden verletzt.

    Der mittlerweile als Stadtbewohner identifizierte zweite Attentäter trug Polizeiuniform. „Ich begreife nicht, wie man diesen Selbstmordattentäter durchlassen konnte? Spürhunde waren schon vor Ort - warum haben sie den Sprengsatz nicht aufgespürt? Der Mann sprengte sich mitten unter den Polizisten und Ärzten in die Luft“, berichtete ein lokaler TV-Reporter RIA Novosti. Er war einer der Augenzeugen.

    Eine weitere Augenzeugin sagte, sie habe einen lauten Knall gehört und Rauchschwaden gesehen, die „einem Ring wie bei einer Atomexplosion ähnelten“. Der Luftdruck habe das Dach der benachbarten Schule abgerissen, Fensterscheiben seien zu Bruch gegangen, hieß es. Glücklicherweise war dieser Mittwoch der letzte Ferientag, in der Schule gab es keine Kinder.

    Fotostrecke: Doppelter Terroranschlag in Kisljar

    Die Familien der Opfer sollen umgerechnet je 25.000 Euro als Hilfszuschüsse bekommen, teilte Russlands Regierungschef Wladimir Putin am Mittwochabend mit. Diese Summe wurde auch den Hinterbliebenen nach den jüngsten U-Bahn-Anschlägen mit 39 Todesopfern in Moskau in Aussicht gestellt.

    Hinter den Anschlägen in Moskau und Dagestan steckt möglicherweise ein und dieselbe Terrorgruppe, so Putin. Präsident Dmitri Medwedew versprach, dass alle Terroristen gefunden und „vernichtet“ werden.

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