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    Medwedew und Brasiliens Präsident über iranisches Atomproblem

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    Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat mit seinem brasilianischen Amtskollegen Luiz Inacio Lula da Silva am Montagabend telefonisch das Problem der Beilegung des iranischen Atomproblems besprochen.

    MOSKAU, 18. Mai (RIA Novosti). Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat mit seinem brasilianischen Amtskollegen Luiz Inacio Lula da Silva am Montagabend telefonisch das Problem der Beilegung des iranischen Atomproblems besprochen.

    Das teilte der Kreml-Pressedienst mit.

    Wie es in der Mitteilung heißt, informierte der Präsident Brasiliens Medwedew ausführlich über die in Teheran durchgeführten Verhandlungen zum iranischen Atomproblem und über die erzielten Ergebnisse.

    Am Montag hatten die Außenminister Irans, Brasiliens und der Türkei den Entwurf eines Abkommens über den Austausch des iranischen niedrig angereicherten Urans (auf 3,5 Prozent) gegen den auf 20 Prozent hoch angereicherten Brennstoff für den Forschungsreaktor in Teheran unterzeichnet.

    Gemäß dem Abkommen wird der Austausch auf türkischem Territorium erfolgen. Der Iran ist bereit, im Rahmen des Abkommens 1,2 Tonnen seines niedrig angereicherten Urans an die Türkei zu liefern, um zum Ersatz 120 Kilogramm Kernbrennstoff zu erhalten.

    „Russland wird alle Möglichkeiten für die Aufrechterhaltung des Prozesses der gemeinsamen Suche und der Ausarbeitung einer konstruktiven, die Weltgemeinschaft zufriedenstellenden Beilegung des iranischen Atomproblems nutzen“, betonte Medwedew im Telefongespräch.

    Wie der Kreml-Pressedienst weiter berichtete, verweisen die Seiten darauf, dass eine neue Entwicklung Konsultationen der Sechser-Gruppe (die fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates und Deutschland) und aller interessierten Seiten erfordert.

    Die USA und eine Reihe anderer westlicher Länder bezichtigen den Iran der Ausarbeitung von Kernwaffen unter dem Deckmantel des Programms zur friedlichen Nutzung der Atomenergie. Teheran weist alle Anschuldigungen zurück und betont, dass sein Atomprogramm ausschließlich auf die Deckung des Strombedarfes des Landes gerichtet sei.

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