02:07 26 September 2017
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    Medwedew: Russlands Marinebasis auf Krim dient auch Europas Sicherheit

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    Staatsbesuch von Russlands Präsident Dmitri Medwedew in Ukraine (15)
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    Die Beibehaltung des russischen Marinestützpunkts in Sewastopol ist nicht nur für Russland, sondern auch für die Ukraine, für Europa und die Nato nützlich, weil damit Stabilität und Sicherheit in der Schwarzmeerregion gesichert werden.

    KIEW, 18. Mai (RIA Novosti). Die Beibehaltung des russischen Marinestützpunkts in Sewastopol ist nicht nur für Russland, sondern auch für die Ukraine, für Europa und die Nato nützlich, weil damit Stabilität und Sicherheit in der Schwarzmeerregion gesichert werden.

    Das betonte Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Dienstag bei einem Treffen mit Studenten und Professoren der Staatlichen Universität Kiew.

    „Für Russland ist das ein Element des Sicherheitssystems“, sagte Medwedew. „Ich glaube, dass der Stützpunkt niemanden stört. Im Gegenteil: Er stützt den Status Quo in der Schwarzmeer-Region.“

    Das Kräftegleichgewicht sei Ende der 80er bzw. Anfang der 90er Jahre mit dem Verschwinden des Warschauer Vertrags gestört worden, weil die Nato geblieben ist. Dies habe „zu tektonischen Verschiebungen auf der politischen Karte Europas geführt“, sagte er. Viele bewaffnete Konflikte von damals seien gerade aus diesem Grund ausgebrochen.

    „Ich stehe Veränderungen des Sicherheitssystems immer äußerst vorsichtig gegenüber“, führte er weiter aus. „Deshalb gefällt uns die Idee eines weiteren Ausbaus der Nato nicht besonders. Wir sind nicht gegen die Nato, mit der Nato haben wir partnerschaftliche Beziehungen, immerhin ist das aber ein Militärblock, in dem Russland nicht Mitglied ist. Je näher die Nato an unsere Grenzen heranrückt, umso weniger angenehm wird es für uns.“

    Die Vorteile, die die Präsenz der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol mit sich bringt, liegen auf der Hand, so Russlands Staatschef. „Sie sind aber meines Erachtens auch für die Ukraine und für Europa genauso offensichtlich, weil wir damit das bisherige System der Risikoverteilung aufrechterhalten.“

    „Gerade darin sehe ich den Sinn der Existenz des Stützpunkts und einer Verlängerung des entsprechenden Vertrags bis 2042“, sagte er.

    Die Reaktion auf Russlands Entschluss, umgerechnet 40 Milliarden Dollar dafür zu zahlen, sei in Russland selbst unterschiedlich gewesen. „Manche sind der Ansicht, dass uns das viel zu teuer zu stehen kommt, weil solche Stützpunkte im Durchschnitt viel weniger kosten. So zahlen die Amerikaner und die Nato weniger.“ „Wir gehen aber davon aus, dass dies immerhin ein Element unserer strategischen europäischen Sicherheit und unserer strategischen Beziehungen zur Ukraine ist.“

    Russische Schwarzmeerflotte in der Ukraine. INFOgraphiken

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