23:26 22 Oktober 2018
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    Bosnien-Herzegowina: Geheimdienst wittert Terrorgefahr

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    Bosnien-Herzegowina wird laut dem Chef der staatlichen Anti-Terror-Gruppe, Almir Djuvo, von 3000 Terroristen potentiell bedroht.

    SARAJEVO, 13. Juli (RIA Novosti). Bosnien-Herzegowina wird laut dem Chef der staatlichen Anti-Terror-Gruppe, Almir Djuvo, von 3000 Terroristen potentiell bedroht.

    „Ich sehe Gefahr von Seiten von 3000 Personen, die wegen psychischer oder sonstiger Probleme jederzeit bereit sind, einen Terrorakt zu verüben, der weitaus schwerere Folgen haben könnte, als der Terroranschlag in Bugoino“, sagte Djuvo am Montag in einer Sitzung der Gemeinsamen Verteidigungs- und Sicherheitskommission der Parlamentarischen Versammlung von Bosnien-Herzegowina, den die Agentur SRNA zitiert.

    Bei der Explosion einer Autobombe am 27. Juni in der Nähe eines Polizeireviers in der Stadt Bugoino im Zentrum des Landes war ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte getötet und seine Kollegin schwer verletzt worden. Das mit Sprengstoff bestückte Fahrzeug war hinter dem Polizeigebäude geparkt. Es entstanden große Sachschäden. Die bosnische Polizei hat fünf mutmaßliche Täter festgenommen.

    Laut Djuvo könnten alle Tatverdächtigen verhaftet werden, wenn im Land entsprechende politische Vereinbarungen erzielt und die notwendigen Gesetze angenommen würden.

    Es gehe um ein gesellschaftliches Problem, für deren Lösung sich die islamische Gemeinde engagieren müsste, sagte Djuvo.

    Nach seinen Angaben waren gegen Haris Causevic, dem die Organisation des Sprengstoffanschlags in Bugoino zu Last gelegt wird und der noch immer auf freiem Fuß bleibe, zuvor mindestens 70 Beschwerden eingereicht worden. Es sei unter anderem um die Zerstörung eines Kirchengebäudes durch Brandlegung, die Schießerei in einer Diskothek und Verfolgungen wegen des Tragens von Miniröcken gegangen.

    Die wegen des Sprengstoffanschlages in Bugoino verhafteten Personen besitzen laut Polizeiangaben keine bosnischen Ausweispapiere und erkennen das Gericht und die Gesetze von Bosnien-Herzegowina nicht an.

    Bosnien-Herzegowia, eine der jugoslawischen Nachfolgerepubliken, wird vorwiegend von Moslems bewohnt. Experten beobachten einen zunehmenden Einfluss des radikalen Islamismus in der Republik seit dem Krieg von 1992-1995.

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