21:47 20 Oktober 2018
SNA Radio
    Militär

    Grausame Soldatenspiele hinterm Kasernentor - "Wsgljad"

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 02

    Am Dienstag wurde bekannt, dass sieben Matrosen der Baltischen Flotte wegen Schikanierens zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden, berichtete die Zeitung "Wsgljad" gestern.

    MOSKAU, 14. Juli (RIA Novosti). Am Dienstag wurde bekannt, dass sieben Matrosen der Baltischen Flotte wegen Schikanierens zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden, berichtete die Zeitung "Wsgljad" gestern.

    Im August 2009 zwangen aus Dagestan stammende Matrosen jüngere Soldaten, sich auf dem Boden so hinzulegen, um das Wort "KAVKAZ" zu bilden. Anschließend fotografierten sie ihr Kunstwerk. Die meisten der Dienstälteren wurden zu anderthalb Jahren Haft verurteilt, doch ein bereits Vorbestrafter muss drei Jahre absitzen.

    Die Ermittler und das Gericht stellten fest, dass am 3. August 2009 auf einem Stützpunkt in der Stadt Pionerski (Gebiet Kaliningrad) 26 Kameraden gezwungen wurden, am Boden liegend mit ihren Körpern das Wort "KAVKAZ" zu bilden.

    Auf Beschluss eines Militärgerichts werden fünf der Verurteilten anderthalb Jahre lang hinter Gitter sitzen, einer muss seine einjährige Strafe in einer Arbeitskolonie abbüßen. Der bereits wegen früherer Verbrechen verurteilte Naib Tajgibow bekam drei Jahre Freiheitsentzug in einer Besserungskolonie aufgebrummt. Die Höchststrafe laut diesem Artikel beträgt fünf Jahre Freinheitsentzug.

    Der Vorfall, der im November 2009 bekannt wurde, stieß in der Gesellschaft auf ein großes Echo. Am 19. November leitete die Militärpolizei der Baltischen Flotte gleich fünf Strafverfahren ein. Sie betrafen "eine internationale Gruppe von Personen" und den Fakt des Verstoßes gegen die Dienstvorschrift in einem Truppenteil.

    Obwohl die Staatsanwaltschaft die Schikanen anerkannt hat, heißt es im Gutachten, dass es unter den Tätern auch Russen gab, sodass es sich nicht um Anstiftung des Fremdenhasses handelt.

    Wladimir Chomtschik, Vorsitzender des Militärkollegiums des Obersten Gerichts, hatte in diesem Frühjahr geklagt, dass die Rechtsverletzungen trotz weniger werdenden Wehrdienstpflichtigen nicht abnehmen: Während 2008 wegen Verbrechen in Armee und Flotte 9310 Militärangehörige verurteilt wurden, ging die entsprechende Zahl von 2009 auf 9232 zurück (eine Verminderung von 0,8 Prozent). Trotz des geplanten Abbaus des Offizierbestands und der Vertragssoldaten als Teil der Militärreform gibt es nicht weniger Straftaten.

    Auch werden jüngere Soldaten nach wie vor schikaniert, so Chomtschik. "Das Rowdytum in den Kasernen ist nach wie vor gang und gebe. Das ist ein ernster Grund zur Beunruhigung", betonte der Vorsitzende des Militärkollegiums des Obersten Gerichts.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren