23:47 11 Dezember 2017
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    Weißrussen streiten Su-27-Lieferung für Nato ab

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    Weißrussische Waffenexporteure dementieren den Medienbericht über die angeblichen Pläne, Su-27-Jäger für das Training von Nato-Piloten zu liefern. Auch ein russischer Experte zeigt sich skeptisch.

    Weißrussische Waffenexporteure dementieren den Medienbericht über die angeblichen Pläne, Su-27-Jagdflugzeuge für das Training von Nato-Piloten zu liefern. Auch ein russischer Experte zeigt sich skeptisch.

    „Ich weiß nichts vom angeblichen Vertrag über eine Su-27-Lieferung im Interesse der Nato“, sagte Wjatscheslaw Schejda, Vertriebschef des weißrussischen Waffenexportunternehmens Beltechexport, am Mittwoch RIA Novosti.

    Igor Korotschenko, Militärexperte und Chef der russischen Denkfabrik CAWAT, bezeichnete den entsprechenden Bericht der „Financial Times“ als „Ente“. So ein Vertrag wäre laut Korotschenko beispiellos. Diese Werbung werde dem Unternehmen ECA Program vielleicht helfen, seine Dienstleistungen zu vermarkten.

    Die „Financial Times“ hatte berichtet, ECA Program wolle Su-27-Jäger in Weißrussland kaufen und eine stillgelegte Luftwaffenbasis in Island pachten, um Pilotentraining dort anzubieten. Su-27-Kampfjets sollen dabei angeblich als „angenommener Gegner“ agieren.

    Ein 1,2 Milliarden Euro schwerer Vertrag für 15 Maschinen liege bereits vor, berichtete das Blatt unter Berufung auf Melville ten Cate, Mitbegründer des Unternehmens. Bevor die isländische Regierung das Projekt billige, sei allerdings noch eine politische Entscheidung der Nato-Führung nötig.

    Ein Nato-Sprecher sagte am Mittwoch RIA Novosti, die Allianz kenne diesen Zeitungsbericht, wolle ihn aber nicht kommentieren, denn ihr lägen „keine offiziellen Angaben“ zum Thema vor.