06:42 11 Dezember 2017
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    Bergkarabach-Streit: Feuergefechte an armenisch-aserbaidschanischer Waffenstillstandslinie

    © RIA Novosti. Ilya Pitalew
    Militär
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    Zwei Feuergefechte am Dienstag an der Waffenstillstandslinie zwischen der aserbaidschanischen Armee und der Armee von Bergkarabach haben Todesopfer gefordert. Beide Seiten beschuldigen einander, angefangen zu haben.

    Zwei Feuergefechte am Dienstag an der Waffenstillstandslinie zwischen der aserbaidschanischen Armee und der Armee von Bergkarabach haben Todesopfer gefordert. Beide Seiten beschuldigen einander, angefangen zu haben. 

    Wie das Verteidigungsministerium der international nicht anerkannten Region Bergkarabach am Mittwoch mitteilte, war eine militärische Stellung beim Dorf Werin Tschailu an der Waffenstillstandslinie am Dienstagmorgen von aserbaidschanischen Sondereinsatz-Soldaten angegriffen worden. Beim Abwehrgefecht habe der Gegner Verluste erlitten. Ein Soldat von Bergkarabach sei verletzt worden.

    Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium teilte von einem Angriff der Gegenseite auf die aserbaidschanische Armee am Dienstagnachmittag in der Nähe desselben Ortes mit. Nach den Angaben hat der Feind drei Tote und mehrere Verwundete zu verzeichnen und sich zurückgezogen. Zwei aserbaidschanische Soldaten seien getötet worden.

    Der Konflikt um das Gebiet Bergkarabach war Anfang Februar 1988 vorprogrammiert worden, als dieses vorwiegend von Armeniern bewohnte autonome Gebiet seinen Austritt aus der damaligen Aserbaidschanischen SSR im Staatenverband der Sowjetunion angekündigt hatte. Im September 1991 wurde im Verwaltungszentrum des Gebietes, Stepanakert, die Gründung der Republik Bergkarabach verkündet.

    Die aserbaidschanische Führung qualifizierte diesen Akt als ungesetzlich und entzog dem Gebiet Bergkarabach das Autonomierecht. Der daraufhin ausgebrochene bewaffnete Konflikt dauerte bis zum Abschluss eines Waffenstillstandsabkommens am 12. Mai 1994. Aserbaidschan hat infolge dessen die Kontrolle über Bergkarabach sowie über sieben angrenzende Rayons vollständig oder teilweise verloren.

    Seit 1992 werden im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe (unter Teilnahme der USA, Russlands und Frankreichs) Verhandlungen über die friedliche Beilegung des Konfliktes geführt. Armenien vertritt dabei die Interessen von Bergkarabach, das keine Verhandlungspartei ist.

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