01:59 18 Dezember 2017
SNA Radio
    Militär

    Russland drängt NATO zu gemeinsamer Analyse von Raketenrisiken (Zusammenfassung)

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Russland besteht weiterhin darauf, dass Moskau und Brüssel gemeinsam Raketenrisiken analysieren, bevor irgendwelche gemeinsame Raketenabwehrprojekte ins Gespräch gebracht werden.

    Russland besteht weiterhin darauf, dass Moskau und Brüssel gemeinsam Raketenrisiken analysieren, bevor irgendwelche gemeinsame Raketenabwehrprojekte ins Gespräch gebracht werden.

    Das sagte der russische NATO-Botschafter Dmitri Rogosin am Freitag vor der Presse in Brüssel. Er erinnerte daran, dass unter den südlichen Nachbarn Europas nicht nur der Iran allein über Raketen verfügt, die europäisches Territorium erreichen können. "Wir sollten alle analysieren, die derartige Technologien haben", betonte Rogosin.

    Am Freitag hatte sich NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel wiederholt für ein gemeinsames Raketenabwehr NATO-Russland ausgesprochen. Er schlug Moskau wieder vor, einen gemeinsamen Raketenschild aufzubauen.

    "Mehr als 30 Länder entwickeln ihr Raketenpotenzial. Der Iran besitzt bereits Raketen, die das Territorium Russlands und der NATO erreichen können… Wir (Brüssel und Moskau) könnten ein Raketenabwehrsystem aufstellen, das uns trennt und neue Trennlinien in Europa schafft. Oder wir könnten eine solche Raketenabwehr schaffen, das uns vereinigen und einander näher bringen würde", sagte Rasmussen.

    Er selber sei an der zweiten Variante interessiert. Die Allianz sollte Russland eine Kooperation anbieten, indem Möglichkeiten beider Raketenabwehrsysteme verbunden würden. "Wenn wir dieses Problem gemeinsam lösen, wird nach meiner Überzeugung ein besseres Klima für die Erlangung des Fortschritts auch in anderen Bereichen geschaffen, die für die europäische Sicherheit kritisch wichtig sind."

    "Da Russland und die NATO einander nicht mehr bedrohen, wäre es an der Zeit, die Denkweise aus dem Kalten Krieg aufzugeben und gemeinsame Probleme gemeinsam zu lösen." Dazu zählte der Allianzchef Terrorismus, Extremismus, Drogenhandel, Verbreitung von Raketentechnologien und Massenvernichtungswaffen sowie Cyberattacken und Piratentum. Der NATO-Chef äußerte die Überzeugung, dass Russland und die Allianz es gemeinsam schaffen werden, ein gefahrenloses Europa zu schaffen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren