07:19 17 Dezember 2017
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    Abwehrübungen mit S-300-Raketen in Südrussland und Sibirien

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    Luftverteidigungseinheiten der russischen Luftwaffe haben bei Übungen am Kaspischen Meer und in Südsibirien S-300-Raketen abgefeuert.

    Luftverteidigungseinheiten der russischen Luftwaffe haben bei Übungen am Kaspischen Meer und in Südsibirien S-300-Raketen abgefeuert.

    Laut dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Wladimir Drik wurden die mehrtägigen Übungen auf den Schießgeländen Aschuluk bei Astrachan und Telebma in Burjatien am heutigen Donnerstag abgeschlossen.

    Luftabwehreinheiten aus dem Nordkaukasus und dem Fernen Osten hätten verschiedene Luftziele, darunter auch Marschflugkörper, beschossen. Laut Drik wurden alle Übungsziele getroffen. Neben der Abwehr von Luftangriffen hätten die Soldaten das Manövrieren und das Laden der S-300-Systeme aber auch den Nahkampf trainiert.

    Bei S-300 handelt es sich um eines der wirksamsten Luftverteidigungssysteme der Welt. Die noch in den 1960er Jahren in der Sowjetunion entwickelte Rakete ist für die Verteidigung großer Industrie- und sonstiger Zivil- und Militäranlagen bestimmt und kann unter anderem auch ballistische Langstreckenraketen abfangen. Die neusten Modifikationen sind in der Lage, Ziele in einer Entfernung von 150 km und in bis zu 27 km Höhe zu bekämpfen.

    Theoretisch können die S-300, die gegenwärtig den Kern der Luftabwehr Russlands bilden, auch gegen Bodenziele eingesetzt werden. Raketensysteme dieses Typs stehen in der Ukraine, Weißrussland, Kasachstan, der Slowakei, Bulgarien, Griechenland und China im Dienst.