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12:50 19 Oktober 2019
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    Russische Grenzschützer sollen Drogenschmuggel nach Kirgistan verhindern - „Nesawissimaja Gaseta“

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    Russland will seine Militärpräsenz in Südkirgistan trotz drohender Proteste Usbekistan verstärken, berichtet die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Russland will seine Militärpräsenz in Südkirgistan trotz drohender Proteste Usbekistan verstärken, berichtet die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Russlands Verteidigungsministerium will Militärobjekte in Osch aufbauen, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Bei dem Vorhaben soll der russische Grenzschutz mithelfen, der dem Inlandsgeheimdienst FSB unterstellt ist. Die russischen Grenzschützer werden erstmals an einer inneren Grenze der zentralasiatischen Staaten stationiert. Vorher waren sie nur an den Grenzen zu Afghanistan, dem Iran und China zu finden.

    Als wichtige Gebiete an der südlichen Grenze Kirgisiens wird eine strategische Gebirgsstraße von Kirgistan nach Tadschikistan bezeichnet, die als wichtigste Route für den Drogenschmuggel aus Afghanistan in die GUS-Länder gilt. Es handelt sich auch um eine 1375 Kilometer lange Grenze mit Usbekistan.

    Laut Quellen aus Bischkek werden 40 militärische Berater hauptsächlich in Kirgistan an der Grenze zu Usbekistan stationiert sowie an der Straße aus dem tadschikischen Chorugh.

    Experten zufolge kann man diese Entscheidung kaum als ungewöhnlich bezeichnen. Russische Grenzschützer hatten auch früher vielen Ländern (Tadschikistan, Armenien, Abchasien und Südossetien) geholfen. Doch bei der Stationierung in Zentralasien handelte es sich immer um den Schutz der früheren Staatsgrenze der Sowjetunion (also mit dem Iran, Afghanistan und China). Derzeit werden die russischen Grenzschützer zum erstmals in der postsowjetischen Geschichte an den inneren Grenzen einer ehemaligen Sowjetrepublik stationiert. Die Besonderheit besteht darin, dass über 300 Kilometer der kirgisisch-usbekischen Grenze ein umstrittenes Gebiet sind. Fast jeden Monat kommt es zu Grenzkonflikten.

    Laut Daniil Kislow, Chefredakteur der Onlinezeitung „Fergana.Ru“, werden die kirgisisch-usbekischen und kirgisisch-tadschikischen Grenzen fast nicht überwacht. Es gebe fast keine Hindernisse beim Schmuggel- und Drogenverkehr über diese Grenzen.

    „Vorher hatte sich damit die usbekische und kirgisische Mafia befasst. Nach den Ereignissen in Osch übernahmen die kirgisischen Verbrecherbanden die Kontrolle über die kirgisische Grenze. Ich weiß nicht, wie 40 russische FSB-Offiziere sie daran hindern können“, sagte Kislow.

    Der russische Militärexperte, Generaloberst Leonid Iwaschow, der lange Zeit für die internationale Militärkooperation im russischen Verteidigungsministerium zuständig war, hält die Entscheidung des FSB zur Festigung der Grenze im Süden des Landes für richtig. Russische Drogenfahnder würden sich höchstwahrscheinlich auch daran beteiligen. Die russischen Militäreinheiten würden dabei eine stabilisierende Rolle spielen, betonte Iwaschow.

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