03:58 19 August 2017
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    Neues Rüstungsprogramm Russlands ohne Flugzeugträger und Bodeneffektfahrzeuge

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    Das staatliche russische Rüstungsprogramm für 2011/2020 beinhaltet keinen Bau von Flugzeugträgern und von Bodeneffektfahrzeugen für die Marine.

    Das staatliche russische Rüstungsprogramm für 2011/2020 beinhaltet keinen Bau von Flugzeugträgern und Bodeneffektfahrzeugen für die Marine.

    Das teilte Russlands Vizeregierungschef Sergej Iwanow, der im Kabinett für den Militär-Industrie-Komplex zuständig ist, am Montag in der nördlichen russischen Stadt Seweromorsk mit. "Der Verteidigungsminister hatte bereits davon gesprochen, und ich kann bestätigen, dass der Bau von Flugzeugträgerschiffen im neuen Programm nicht enthalten ist. Das betrifft auch Bodeneffektfahrzeuge."

    Am vergangenen Freitag hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums RIA Novosti mitgeteilt, dass die russische Marine für ihre komplette Einsatzbereitschaft mindestens vier neue Flugzeugträger bräuchte. Das entsprechende Baukonzept sei bereits in Arbeit. Russland beginne spätestens 2020 mit dem Bau einer neuen Flugzeugträger-Familie, sagte er. Gegenwärtig haben die russischen Seestreitkräfte mit "Admiral Kusnezow" nur einen einzigen Flugzeugträger.

    Iwanow kritisierte zugleich die mitunter mit sieben Jahren zu langen Bauzeiten bei U-Booten. "Das ist zu langsam. Mit dem neuen Programm sollte der Bau von U-Booten beschleunigt werden, ohne dass der Preis für das Endprodukt steigt", sagte Iwanow.

    Das erste Atom-U-Boot der Borej-Klasse - "Juri Dolgoruki" - wird nach Angaben der Werft Sevmash voraussichtlich in der ersten Hälfte 2011 in den Dienst gestellt. Das Schiff habe bereits alle Tests des Herstellers hinter sich. Auch das zweite U-Boot dieser Klasse - "Alexander Newski" - ist bereits vom Stapel gelaufen.