10:36 18 Juli 2018
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    Marine beteuert: Keine U-Boot-Panne, Bulawa-Start wegen Eisdecke verschoben

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    Bulawa: Chronik der Teststarts (115)
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    Der russische Marinechef Wladimir Wyssozki bestätigt: Der nächste Teststart der Interkontinental-Rakete Bulawa verzögert sich um mehrere Monate. Das neue Atom-U-Boot „Juri Dolgoruki“ sei aber daran nicht schuld.

    Der russische Marinechef Wladimir Wyssozki bestätigt: Der nächste Teststart der Interkontinental-Rakete Bulawa verzögert sich um mehrere Monate. Das neue Atom-U-Boot „Juri Dolgoruki“ sei aber daran nicht schuld.

    „Der nächste Start erfolgt im kommenden Jahr, wahrscheinlich im Frühjahr“, sagte Wyssozki am Freitag. Die dicke Eisdecke erlaube es nicht, die Rakete im Winter abzufeuern.

    Dass der für Dezember geplante Raketenstart verschoben worden sei, hatte Bulawa-Konstrukteur Juri Solomonow am Montag mitgeteilt. Er bot aber eine andere Erklärung an: Das neue Atom-U-Boot „Juri Dolgoruki“, das den Start übernehmen sollte, sei noch nicht einsatzbereit und müsse zurück nach Sewerodwinsk, wo man einige aufgedeckte Mängel beseitigen werde, so Solomonow damals.

    Der Marinechef beschwichtigte nun in diesem Zusammenhang: „Mit der ‚Juri Dolgoruki’ ist alles in Ordnung, das U-Boot befindet sich in der Testphase. Es wird im Jahr 2011 auf jeden Fall in Dienst gestellt“.

    Für die bisherigen Bulawa-Starts war das Atom-U-Boot „Dmitri Donskoj“ zuständig. Insgesamt hatte es 14. Teststarts gegeben, nur jeder zweite davon war erfolgreich. Im Hinblick auf die Testerfolge im Hebst zeigen sich die zuständigen Experten jedoch optimistisch: Die Pannenserie sei nicht auf einen Konstruktions-, sondern auch einen mittlerweile behobenen Produktionsfehler zurückzuführen. 

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