07:43 19 Juli 2018
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    Russische Marine bekommt Bautechnologie für französischen Hubschrauberträger Mistral

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    Hubschrauberträger Mistral (212)
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    Der Mistral-Deal mit Frankreich deckt völlig den Bedarf der russischen Marine am Know-how für den Bau moderner Hubschrauberträger. So kommentierte der Sprecher der russischen Schiffsbauholding OSK das Einlenken Frankreichs in die gemeinsame Herstellung von vier Mistral-Kampfschiffen.

    Der Mistral-Deal mit Frankreich deckt völlig den Bedarf der russischen Marine am Know-how für den Bau moderner Hubschrauberträger. So kommentierte der Sprecher der russischen Schiffsbauholding OSK das Einlenken Frankreichs in die gemeinsame Herstellung von vier Mistral-Kampfschiffen.

    Das Amt des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hatte am Freitag mitgeteilt, dass die OSK sowie der französische Rüstungskonzern DCNS und die Werften STX France in Saint Nazaire gemeinsam vier Mistral-Hubschrauberträger für die russische Marine bauen würden. Später bestätigte auch der Kreml, dass der französische Hubschrauber Mistral im Kampf um den russischen Lieferauftrag den Zuschlag erhalten habe.

    Laut OSK-Sprecher Rjabow bringt das Projekt der russischen Schiffsbauholding keine Einnahmen. „Für die OSK ist die Rentabilität gleich Null – damit das Verteidigungsministerium den Zugriff auf fortschrittliche Bautechnologien bekommt.“

    Beide Seiten werden sich bereits im kommenden Jahr ans Werk machen, teilte Rjabow weiter mit. Die russische Seite werde beim Bau des ersten Hubschrauberträgers 20 Prozent aller Arbeiten übernehmen. Beim Bau der weiteren Schiffe werde der russische Anteil wachsen.

    Das russische Militär hatte bereits im August 2009 Interesse am französischen Hubschrauberträger angekündigt. Laut Generalstabschef Nikolai Makarow ist Russland nicht so sehr am Schiff selbst wie an dessen Bautechnologie interessiert. Aber gerade das wurde zum Stein des Anstoßes.

    Im vergangenen Herbst stellte Russland die Verhandlungen mit Frankreich ein und schrieb einen Internationalen Wettbewerb aus, bei dem die französische Mistral allerdings als Favorit galt. Mit der heutigen Vereinbarung hat Frankreich in die russische Anforderung eingelenkt.

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