04:45 11 Dezember 2017
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    Terrorverdächtige in Kirgistan festgenommen

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    Die kirgisischen Rechtsschutzbehörden haben neun Männer verhaftet, die unter Verdacht stehen, Terroranschläge in der Hauptstadt Bischkek organisiert zu haben.

    Die kirgisischen Rechtsschutzbehörden haben neun Männer verhaftet, die unter Verdacht stehen, Terroranschläge in der Hauptstadt Bischkek organisiert zu haben.

    Das teilte die Nachrichtenagentur 24.kg unter Hinweis auf Keneschbek Duschebajew, den Chef des kirgisischen Staatskomitees für Nationale Sicherheit mit.

    Bei einem Bombenanschlag am 30. November vor dem Sportpalast in Bischkek, der als provisorisches Gerichtsgebäude für den Prozess über die Erschießung von Teilnehmern der Massenkrawalle im April diente, wurden vier Personen verletzt. Die Explosion war anderthalb Stunden vor Verhandlungsbeginn in unmittelbarer Nähe des Einganges, durch den gewöhnlich die Angeklagten in den Gerichtssaal gebracht werden, erfolgt.

    Am 25. Dezember wurde in einem vor dem Gebäude der Hauptverwaltung für innere Angelegenheiten geparkten Auto ein Sprengsatz gefunden. Eine Spezialeinheit des Nationalen Sicherheitsdienstes konnte die Bombe entschärfen.

    Hausdurchsuchungen bei den Terrorverdächtigen brachten laut Duschebajew zahlreiche Vorrichtungen für die Vorbereitung und die Verübung von Terroranschlägen zu Tage - „unter anderem Waffen, Patronen, Granaten und religiöse Literatur“, so der Leiter des kirgisischen Sicherheitskomitees.

    Die festgenommenen Kirgisen seien Mitglieder einer verzweigten extremistisch-terroristischen Untergrundgruppierung, deren ideologische Plattform der Dschihadismus ist.

    „Einer der Führer der Gruppierung war der Russe Alexander Tichonow, besser bekannt als Said Burjatski, der bei einem Sondereinsatz der russischen Inlandsgeheimdienste FSB im Frühjahr in Inguschetien, russische Teilrepublik im Nordkaukasus, liquidiert wurde“, berichtete Duschebajew.

    Laut dem Chef des Nationalen Sicherheitsdienstes werden die Verdächtigen vernommen. Nach fünf weiteren Mitgliedern des Terror-Netzwerkes wird noch gefahndet.