08:54 21 Juni 2018
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    Russische Fliegerabwehr will "Buk"-Komplexe auf Kurileninseln stationieren (Zusammenfassung)

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    Die russischen Truppen auf den Kurilen-Inseln sollten nach Expertenansicht mit Fla-Komplexen des Typs "Buk" geschützt werden.

    Die russischen Truppen auf den Kurilen-Inseln sollten nach Expertenansicht mit Fla-Komplexen des Typs "Buk" geschützt werden.

    "Wir werden diese Aufgabe erfüllen, sollte sie gestellt werden", sagte der Befehlshaber der Raketentruppen der russischen Luftstreitkräfte, Generalmajor Sergej Popow, am Mittwoch auf dem Raketenstartplatz Kapustin Jar im Raum der südrussischen Stadt Astrachan. Die Stationierung von mit S-400-Systemen bewaffneten Luftabwehr-Brigaden auf den Kurilen-Inseln wäre nicht zweckmäßig, weil S-400-Raketen (im Vergleich zu "Buk") eine größere Reichweite hätten und benachbarte Länder bedrohen könnten.

    Der General erinnerte daran, dass es vor dem Zerfall der Sowjetunion auf den Kurileninseln eine funktechnische Einheit gegeben hatte, die für die Ortung von Luftzielen zuständig war. "Auf (der benachbarten Insel) Sachalin waren Jagdflugzeuge stationiert, die ein beliebiges Ziel binnen wenigen Minuten abfangen konnten", sagte Popow.

    Im vergangenen November hatte Russlands Präsident Dmitri Medwedew Südkurileninseln besuch. Das war die erste Visite eines russischen Staatschefs in der Region überhaupt. Anfang Februar dieses Jahres bezeichnete Japans Regierungschef Naoto Kan Medwedews Reise auf die Insel Kunaschir als eine "unzulässige Grobheit". Am gleichen Tag erhielt die russische Botschaft in Tokio ein Paket mit einer Gewehrkugel und einem Zettel, auf dem stand: "Nördliche Territorien sind japanischer Boden".

    Moskau reagierte mit einer Erklärung, wonach die Souveränität Russlands über die Kurileninseln unumstritten sei, und der Präsident Arbeitsreisen in die Region ungeachtet der Reaktion Tokios unternehmen werde.

    Tokio erhebt seit 1945 Anspruch auf die vier Südkurilen-Inseln Iturup, Kunaschir, Schikotan und Habomai. Dabei beruft sich Japan auf das bilaterale Traktat über Handel und Grenzen von 1855. Von der Rückgabe dieser Insel macht Tokio die Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Russland abhängig.

    Dagegen besteht Moskau darauf, dass die Südkurilen nach dem Zweiten Weltkrieg Teil des Territoriums der damaligen Sowjetunion wurden. Russland als Rechtsnachfolger der Sowjetunion genieße die auch völkerrechtlich verankerte Souveränität über die vier Inseln. Diese Souveränität sei nicht zu bezweifeln, hieß es in Moskau.

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