07:38 16 Oktober 2018
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    Russland modernisiert Raketenschild – Schutz bis in 50 Kilometer Höhe

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    Russlands Armee stellt demnächst modernste Systeme der Luft- und Weltraumverteidigung in Dienst – in erster Linie zum Schutz von Moskau und der zentralen Industrieregion.

    Russlands Armee stellt demnächst modernste Systeme der Luft- und Weltraumverteidigung in Dienst – in erster Linie zum Schutz von Moskau und der zentralen Industrieregion. Das teilte Generalleutnant Valeri Iwanow, Chef des operativ-strategischen Kommandos der Luft- und Weltraumverteidigung, am heutigen Donnerstag auf dem Versuchsgelände Kapustin Jar im südrussischen Gebiet Astrachan mit.

    Bereits das zweite Regiment in der Umgebung von Moskau wird ab März mit dem neuesten Flugabwehr-Raketensystem S-400 ausgestattet, so der Generalleutnant. In den nächsten Jahren sollen insgesamt bis zu vier S-400-Regimenter in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt stationiert werden.

    „Für eine effektive Verteidigung Moskaus mit Mitteln der Luftabwehr sind mindestens drei bis vier S-400-Regimenter notwendig. Wir rechnen damit, diese in den Jahren 2016 bis 2020 zu bekommen“, betonte der Generalleutnant.

    Wie er weiter ausführte, soll ein System der Luft- und Weltraumverteidigung Russlands bis Ende 2011 aufgebaut werden. Diese Aufgabe habe den Streitkräften Präsident Dmitri Medwedew gestellt, der in seiner Jahresbotschaft im November 2010 die Schaffung einer einheitlichen Weltraumverteidigung Russlands angekündigt hatte. 

    Momentan befinden sich mehr als 140 administrative Objekte sowie Industrie- und Energiewirtschaftsbetriebe, Verkehrskommunikationen und AKW unter dem Schutz der Luft- und Weltraumverteidigung, hieß es.

    2014 werde die Serienproduktion des Fla-Raketensystems S-500 aufgenommen, sagte General Iwanow. Das System werde auch Aufgaben der Weltraumverteidigung ausführen, weil es Ziele in 40 bis 50 Kilometer Höhe bekämpfen könne. „Wir sind heute in der Lage, Luft- und Weltraumwaffen aller Klassen zu bekämpfen“, hieß es. Das S-500-System könne die Luft- und Weltraumverteidigung aber noch effektiver machen.

    Das heutige System S-400 sei bereits um 20 Prozent effektiver als der Vorgänger S-300, fügte Iwanow hinzu.

    Nach seiner Ansicht könnte in Zukunft auch ein nichtstrategisches Raketenabwehrsystem für den GUS-Raum geschaffen werden. „Im Endeffekt muss es auch so sein, vorerst arbeiten wir aber an den Aufgaben der nichtstrategischen Raketenabwehr im Raum von Moskau“, betonte er. „Ein Raketenschild für den Raum der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten ist eine Frage der nahen Zukunft.“

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