13:50 18 Oktober 2018
SNA Radio
    Militär

    Moskau vertieft militärische Kooperation mit Kiew – Verteidigungsminister

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Russland und die Ukraine planen ein Abkommen über die Neuausrüstung der russischen Schwarzmeerflotte. Das teilte der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow am Sonntag Journalisten in Wladiwostok mit.

    Russland und die Ukraine planen ein Abkommen über die Neuausrüstung der russischen Schwarzmeerflotte. Das teilte der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow am Sonntag Journalisten in Wladiwostok mit.

    „Wir sind derzeit bemüht, ein entsprechendes Abkommen neu zu formulieren“, sagte er. Laut den bisherigen Vereinbarungen sei eine Neuausrüstung der Schwarzmeerflotte nur mit Zustimmung der Ukraine möglich.

    Wie Serdjukow weiter ausführte, hat Russland der Ukraine angeboten, ukrainische Einheiten zur Pirateriebekämpfung in der Bucht von Aden an Bord russischer Kampfschiffe zu stationieren.

    Zuvor hatte Kiew seine Absicht bekundet, sich an der EU-Antipiratenmission Atalanta in der Bucht von Aden zu beteiligen.

    Ein weiterer Bereich der eventuellen militärischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern wäre eine Teilnahme von Experten aus dem ukrainischen Unternehmen Juschmasch an der Entwicklung einer schweren ballistischen Rakete der jüngsten Generation, sagte Serdjukow. „Dies wäre ein Gegenstand von Verhandlungen“, so der Minister.

    Am Mittwoch hatte der erste Vizeverteidigungsminister Wladimir Popowkin mitgeteilt, Russland nehme die Entwicklung einer Rakete in Angriff, die die international bekannten Raketen des Typs Satan, Stilet, Skalpell u. a. ablösen soll.

    Russland sei außerdem bereit, Militärübungen mit der Ukraine abzuhalten, sagte Serdjukow.

    „Die russische Seite ist bereit, gemeinsame Übungen mit der Ukraine nicht nur zur See, sondern auch in der Luft und zu Lande abzuhalten“, betonte er. „Wir sind zu beliebigem Format bereit.“

    Der ukrainische Verteidigungsminister Michail Jeschel, der am Treffen mit Journalisten teilnahm, hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung der geplanten gemeinsamen Marineübungen „Fahrwasser des Friedens“ hervor. Ihrer Dimension nach könnten diese sämtliche anderen bilateralen Übungen übertreffen, betonte er.

    Darüber hinaus erwarte Moskau von der Ukraine ein annehmbares Angebot für den Kauf eines Raketenkreuzers, an dem seit mehr als 20 Jahren im Schiffbauwerk Nikolajew, Ukraine, gebaut wird.

    Jeschel äußerte seinerseits die Meinung, dass diese Frage demnächst geregelt wird. „Es wäre schade, einen Kreuzer zu verschrotten, der zu 95 Prozent fertig ist“, sagte er. Das Kampfschiff, das früher den Namen Ukraina getragen hat, habe derzeit nur eine Nummern-Bezeichnung.

    „Ich denke, Anatoli Serdjukow würde gern ein weiteres solches Kampfschiff in der russischen Kriegsflotte sehen“, äußerte Jeschel. „Gratis – auf jeden Fall“, erwiderte Serdjukow ironisch.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren