23:54 11 Dezember 2017
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    USA und Russland tauschen erste Informationen im Rahmen von START-Vertrag aus

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    START-Vertrag (287)
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    Die USA und Russland haben mit dem Austausch von Informationen über Kernwaffenpotentiale begonnen, der im neuen Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen vorgesehen ist.


    Die USA und Russland haben mit dem Austausch von Informationen über Kernwaffenpotentiale begonnen, der im neuen Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen  vorgesehen ist.

    Die für Kontrolle und Einhaltung der Abkommen zuständige US-Vizeaußenministerin Rose Gottenmoeller sagte am Montag bei einem Auftritt in der Georgetown University: „Unser Zentrum für Verringerung der nuklearen Gefahr hat am vorigen Wochenende die US-Datenbank an Russland übergeben. Darin sind die Angaben über Raketen, Startvorrichtungen, schwere Bomber und Gefechtsköpfe enthalten, die im Vertrag vorgesehen sind.“

    „Die USA zeigten russischen Experten am 18. März zur Inspektion einen schweren Bomber B-1 im Luftwaffenstützpunkt Davis-Monthan in Arizona (Bundesstaat der USA). Derzeit warten wir auf die Möglichkeit für die Inspektion der neuesten russischen ballistischen Rakete RS-24“, betonte Gottenmoeller.

    Auf die Perspektiven des Abschlusses eines Abkommens über taktische Kernwaffen mit Russland eingehend, verwies sie darauf, dass es noch verfrüht sei, darüber zu sprechen. Aber die USA wollten zu dieser Frage auch mit den Nato-Ländern übereinkommen.

    Die Präsidenten Russlands und der USA, Dmitri Medwedew und Barack Obama, hatten am 8. April 2010 in Prag den neuen Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen (START-Nachfolgevertrag) unterzeichnet. Laut dem Vertrag sollen auf beiden Seiten innerhalb von sieben Jahren die Gesamtzahl der Gefechtsladungen um ein Drittel auf 1550 im Vergleich zum Moskauer Vertrag von 2002 und die strategischen Träger um mehr als 50 Prozent reduziert werden.

    Nachdem der russische Außenminister Sergej Lawrow und US-Außenministerin Hillary Clinton am 5. Februar die Ratifikationsurkunden austauschten, trat der Vertrag in Kraft.

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