05:12 24 August 2017
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    Gebietsstreit: Thailand und Kambodscha vereinbaren Waffenruhe

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    Die thailändischen und die kambodschanischen Militärs haben am Donnerstag, nach einem massiven Artilleriebeschuss, Waffenruhe an der Grenze vereinbart.


    Die thailändischen und die kambodschanischen Militärs haben am Donnerstag, nach einem massiven Artilleriebeschuss, Waffenruhe an der Grenze vereinbart.

    Wie die thailändische Zeitung „Nation“ in ihrer Internet-Ausgabe berichtet, haben sich die Befehlshaber der grenznahen Militärbezirke der beiden Länder über die Einstellung der Kampfhandlungen an der Grenze geeinigt.

    Das Artilleriefeuer an der thailändisch-kambodschanischen Grenze war die ganze vergangene Nacht geführt worden. Laut dem thailändischen Fünften nationalen Fernsehsender wurden dabei ein Unteroffizier der thailändischen Armee getötet und weitere sieben Militärs verletzt.

    Wie der thailändische Premier Abhisit Vetchachiva am Donnerstag äußerte, ist es schwierig, eine reale Waffenruhe herbeizuführen, da die kambodschanische Seite zu Verhandlungen aufrufe und „dabei Geschütze und Raketenanlagen einsetzt, die thailändisches Territorium beschießen“. 

    Der Gebietskonflikt zwischen Thailand und Kambodscha hat sich verschärft, nachdem die UNESCO im Jahr 2008 den alt-khemischen Hindu-Tempel Preah Vihear (Phra Wihan) aus dem 10. bis 12. Jahrhundert als Welterbe-Objekt eingestuft hatte. Das Tempelgelände liegt auf kambodschanischem Staatsgebiet, der Eingang zum Tempel jedoch auf thailändischem Territorium. Zudem war die Grenze zwischen beiden Staaten nie genau demarkiert worden.

    Bei den am vergangenen Freitag begonnenen Kämpfen wurden auf beiden Seiten insgesamt 14 Militärs und ein Zivilist getötet. Es gab mindestens 60 Verletzte. Insgesamt mehr als 55 000 Menschen wurden laut „Nation“ aus den Grenzgebieten der beiden Länder in Sicherheit gebracht.

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