04:38 22 September 2017
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    Gaddafi bietet belagertem Misurata Aufgabe im Austausch gegen Begnadigung an

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    Protestaktionen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen (403)
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    Die Gaddafi-treuen Truppen, die jetzt auch den Hafen von Misurata kontrollieren, haben den Aufständischen in der belagerten Stadt vorgeschlagen, die Waffen binnen vier Tagen zu strecken.

    Die Gaddafi-treuen Truppen, die jetzt auch den Hafen von Misurata kontrollieren, haben den Aufständischen in der belagerten Stadt vorgeschlagen, die Waffen binnen vier Tagen zu strecken.

    Dabei sicherte Machthaber Muammar el-Gaddafi den Rebellen Begnadigung zu, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den amtlichen Regierungssprecher Mussa Ibrahim am Samstag meldete. "Das Blutvergießen in der belagerten Stadt wird anhalten, bis sich die Rebellen ergeben haben", hieß es.

    Misurata, 210 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis, gilt als letzte Hochburg der Rebellen im Westen des Landes und wurde in den letzten Tagen hart umkämpft. Am vergangenen Dienstag unternahmen die libyschen Streitkräfte einen weiteren Versuch, die Stadt zu erstürmen, der aber scheiterte.

    Ibrahim zufolge wird die libysche Seite auch Anstrengungen unternehmen, um den jüngsten Grenzkonflikt mit Tunesien beizulegen. Libyen achte die staatliche Souveränität Tunesiens, sagte er und machte die Rebellen dafür verantwortlich, dass sich die Regierungstruppen um etwa ein Kilometer ins tunesische Gebiet vertieft hatten. "Libysche Soldaten verletzten die tunesische Grenze unter Druck der Rebellen. Aber nach einem schnellen Gegenangriff kehrten sie auf libysches Gebiet zurück", sagte Ibrahim

    Am Donnerstag legten die tunesischen Behörden Protest gegen die Grenzverletzung durch die Gaddafi-Armee ein. Zudem machte Tunesien die libyschen Armee dafür verantwortlich, dass Artilleriegeschosse auf tunesischem Gebiet eingeschlagen waren.

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