23:00 20 Juni 2018
SNA Radio
    Militär

    Schwächung von START-Vertrag tut Sicherheit in euroatlantischer Region Abbruch - Nato

    Militär
    Zum Kurzlink
    START-Vertrag (287)
    0 0 0

    Der Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen zwischen Russland und den USA (START-Vertrag) ist eine der Stützen der globalen Sicherheit. Jegliche Entscheidungen zu seiner Abschwächung beeinträchtigen die Sicherheit in der euroatlantischen Region.

    Der Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen zwischen Russland und den USA (START-Vertrag) ist eine der Stützen der globalen Sicherheit. Jegliche Entscheidungen zu seiner Abschwächung beeinträchtigen die Sicherheit in der euroatlantischen Region.

    Diese Einschätzung traf ein Beamter im Nato-Hauptquartier in Brüssel am Dienstag gegenüber RIA Novosti.

    Laut dem russischen Vizeaußenminister Sergej Rjabkow behält sich Moskau das Recht vor,  aus dem START-Nachfolgevertrag auszusteigen, sollten die USA auch weiter Elemente ihres Raketenabwehrsystems in Europa stationieren.

    „Wie wir mehrmals gemahnt haben, kann eine quantitative und qualitative Aufstockung des US-Raketenabwehrsystems, bei der eine Bedrohung für das Potential der strategischen Kernwaffenkräfte der Russischen Föderation entsteht, von uns als ein im Artikel 14 des Vertrages erwähnter ausschließlicher Umstand angesehen werden, der die Möglichkeit eines Austritts Russlands aus diesem Vertrag vorsieht“, sagte Rjabkow in der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus) in einer Sitzung des Expertenrates für das Zusammenwirken zwischen Russland und der Nato bei der Raketenabwehr.

    Nach seinen Worten hat die Nato ihre Treue zur Zusammenarbeit mit Russland bei der europäischen Raketenabwehr bestätigt.

    Russland und die Nato hatten sich auf ihrem Gipfel im November 2010 in Lissabon auf die Zusammenarbeit bei der Schaffung eines europäischen Raketenabwehrsystems geeinigt.

    Am 4. Mai sagte der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Nikolai Makarow, Moskau sei bereit, jegliche konstruktiven Vorschläge zur Teilnahme an der europäischen Raketenabwehr zu besprechen. Aber die Nato müsse garantieren, dass das zu schaffende System das nukleare Potential Russlands nicht bedrohen werde.

    Der START-Nachfolgevertrag, der am 5. Februar in Kraft getreten ist, verpflichtet Russland und die USA, die Anzahl der stationierten und nichtstationierten strategischen Offensivwaffen auf die abgestimmten Gesamtmengen zu reduzieren und zu beschränken.

    Ab 6. April 2011 können in Russland und den USA Inspektionen der jeweils anderen Seite zum START-Nachfolgevertrag durchgeführt werden. Gemäß dem Vertrag haben die Seiten die Absicht, innerhalb von sieben Jahren die Gesamtzahl der Gefechtsladungen um ein Drittel auf 1550 im Vergleich zum Moskauer Vertrag aus dem Jahr 2002 und die strategischen Träger um mehr als 50 Prozent zu reduzieren.

    Themen:
    START-Vertrag (287)