10:39 21 Oktober 2017
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    Saudi-Arabien plant keinen vollständigen Abzug von Schutztruppe aus Bahrain

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    Die im Rahmen des Truppenkontingentes des Golf-Kooperationsrates in Bahrain eingesetzten saudi-arabischen Militärs wollen ihre Einheiten innerhalb des Landes umdislozieren, planen jedoch keinen vollständigen Abzug. Das erfuhr RIA Novosti aus Regierungskreisen in Bahrain.

    Die im Rahmen des Truppenkontingentes des Golf-Kooperationsrates in Bahrain eingesetzten saudi-arabischen Militärs wollen ihre Einheiten innerhalb des Landes umdislozieren, planen jedoch keinen vollständigen Abzug. Das erfuhr RIA Novosti aus Regierungskreisen in Bahrain.

    „Die derzeit in Bahrain stationierten Einheiten des Truppenkontingentes ‚Halbinsel-Schild’ sollen innerhalb des Königreichs Bahrain verlegt werden. Das ist ein durchaus natürlicher Prozess. Ein Teil des Truppenkontingentes soll nach Saudi-Arabien zurückkehren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Truppen vollständig abgezogen werden, denn die Gefahr besteht immer noch“, erfuhr RIA Novosti von einer anonymen Quelle aus der saudi-arabischen Regierung.

    Reuters hatte am Dienstag unter Berufung auf inoffizielle Informationen aus Saudi-Arabien gemeldet, dass sich das Königreich auf den Abzug aller seiner Verbände aus Bahrain vorbereite.

    Das Militärkontingent des Golf-Kooperationsrates mit der Codebezeichnung „Halbinsel-Schild“, der sich zum Großteil aus saudi-arabischen Soldaten (rund 1000 Mann) zusammensetzt, war im März dieses Jahres wegen der massenhaften Protestaktionen der schiitischen Opposition nach Bahrain geschickt worden.

    In Bahrain gehen die Protestaktionen der schiitischen Opposition weiter, wenn auch in einem geringeren Ausmaß als im März dieses Jahres. Seit Mitte März, als das Zeltlager der Opposition im Zentrum von Manama von der Polizei mit Gewalt auseinandergejagt worden war, finden in der Hauptstadt und Umgebung Kundgebungen und Demonstrationen statt.

    Im Februar hatten in Bahrain, wo die schiitische Mehrheit von einer sunnitischen Königsfamilie regiert wird, Demonstrationen für demokratische Reformen begonnen. Die Protestierenden fordern eine Erweiterung ihrer Rechte und ihres Einflusses im Land. Bei den Zusammenstößen mit der Polizei sind sieben Menschen getötet und hunderte verletzt worden.

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