03:23 21 Oktober 2017
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    Neue Superrakete: Moskau feiert gelungenen Unterwasserstart - „Iswestija“

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    Bulawa: Chronik der Teststarts (115)
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    Dem russischen Militär ist gestern der Abschuss der Interkontinentalrakete „Bulawa“ vom Atom-U-Boot „Juri Dolgoruki“ geglückt, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Dienstag.

    Dem russischen Militär ist gestern der Abschuss der Interkontinentalrakete „Bulawa“ vom Atom-U-Boot „Juri Dolgoruki“ geglückt, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Dienstag.

    Nach Angaben der Entwickler des Unterwasserkreuzers läutet der erfolgreiche Start der Bulawa-Rakete eine neue Ära in der Atom-U-Boot-Flotte Russlands ein.

    „Wir haben die Lücke zwischen den U-Booten der 2. und 4. Generationen geschlossen“, betonte die Sewmasch-Werft. „Bisher hatten wir vor allem die U-Boote des Projekts 677BDRM vom Typ Delphin im Einsatz. Sie sind zwar erneuert worden, gehören jedoch zur 2. Generation. „Juri Dolgoruki“ ist der erste komplett russische Kreuzer. Er verfügt über neue Systeme, Elektronik und eine moderne Rakete.“

    Die Kosten der „Juri Dolgoruki“ sollen sich auf etwa 23 Milliarden Rubel (1 Euro = ca. 40 Rubel) belaufen. Davon sind neun Milliarden Rubel in die Forschung und Entwicklung und 14 Milliarden Rubel in den Bau des U-Boots geflossen. Insgesamt sollen mindestens acht U-Boote dieses Typs auf Kiel gelegt werden - vier werden zurzeit in der Werft „Sewmasch“ zusammengebaut. Die Kosten der Bulawa-Rakete liegen bei rund 900 Millionen Rubel. Anfang 2012 soll die Rakete auf der „Juri Dolgorukij“ in Dienst gestellt werden.

    Wie Lew Solomonow, stellvertretender Chefkonstrukteur des Moskauer Instituts für Wärmetechnik, sagte, wird es keine Rückfälle beim Bau des Geschosses mehr geben, wenn alles wie geplant weitergehe. Bei Technik müsse man die Dinge nüchtern sehen, so Solomonow.

    Die bisherigen Raketetests waren von vielen Fehlstarts überschattet. Nur sieben der 14 Teststarts waren erfolgreich. Laut Solomonow lag dies vor allem daran, dass es in Russland an den notwendigen Materialen mangelt und Fehler bei der Herstellung der Zulieferteile gemacht wurden.

    Experten zufolge fehlt es der Sewmasch-Werft an Stahl für den Bau weiterer U-Boote dieses Typs. Deshalb würden bereits fertige Segmente anderer Boote für den Zusammenbau verwendet.

    Eine offene Frage ist zudem die Anzahl der Raketen auf den U-Booten. Die „Juri Dolgoruki“ kann mit zwölf Bulawa-Raketen bestückt werden, die anderen drei U-Boote mit 16 Raketen. Nach „Iswestija“-Angaben sollen die U-Boote dieses Typs in Zukunft mit 20 Raketen bewaffnet werden.


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