13:11 19 Oktober 2017
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    Russland verspricht bis 2013 Innovation am U-Boot-Sektor

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    Die russischen Konzerne Aurora, Granit-Elektron und Okeanpribor haben ein Konsortium gegründet, das bis 2013 ein integriertes Steuerungssystem für Diesel-U-Boote entwickeln und auf den Markt bringen will.

    Die russischen Konzerne Aurora, Granit-Elektron und Okeanpribor haben ein Konsortium gegründet, das bis 2013 ein integriertes Steuerungssystem für Diesel-U-Boote entwickeln und auf den Markt bringen will.

    Die Gründung des Konsortiums zur Herstellung von automatisierten Steuerungssystemen für nicht-atombetriebene U-Boote stelle „eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen den führenden Konstruktionsbüros Russlands“ dar, sagte Aurora-Direktor Konstantin Schilow auf der Zeremonie zur Unterzeichnung des entsprechenden Abkommens.

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    Ein Versuchsmodell dieses Lama-EKM genannten automatischen Leit- und Kontrollsystems sei im Rahmen der Marinemesse in Sankt Petersburg präsentiert worden, berichtet ein RIA-Novosti-Korrespondent.

    „Bei dementsprechender Auftragslage und Finanzierung ist das System in höchstens eineinhalb Jahren lieferbereit. Die Schaltpulte sind vereinheitlicht, es werden nur die Programme auf die konkrete Art von Waffen an Bord des U-Boots zurechtgeschnitten. Die Herstellung eines Schaltpults dauert zwischen einem halben Jahr und acht Monaten“, so der Hauptkonstrukteur von Aurora, Alexej Gawrilow. Weltweit gebe es kein Analog zu diesem Grad an Integration. Nur die USA und Norwegen verfügen über Prototypen ähnlicher Systeme, so Gawrilow.

    Fotostrecke: Wie die Atom-U-Boote verschrottet werden >>

    „Dieses System verfügt über die für Gefechte notwendigen Informations- und Steuersysteme des U-Bootes, die die Verwendung verschiedener Arten von Waffen ermöglichen. Gemeint sind das Lokationssystem, die Hydroakustik und der Periskop-Komplex – also alle Mittel, die es ermöglichen, die Umgebung des U-Boots zu analysieren und ein optimales Regime für die Arbeit zu finden“, erklärte der Aurora-Hauptkonstrukteur.

    Die Person, die ein solches integriertes System bedient, vereine in sich die Funktion mehrerer Fachleute. Auf diese Weise könne daher die Besatzung der U-Boote zahlenmäßig „optimiert“ werden und auch die Ausmaße und das Gewicht der Schaltzentrale verringert werden – wodurch wiederum die Energieeffizienz erhöht und die „Geschwindigkeit der schnellstmöglichen Befehlsausführung“ noch erhöht werden könne. Dies sei besonders aktuell für kleine U-Boote.

    Als potentielle Interessenten für die neuartigen Ausrüstungen nannte Gawrilow die Zentralen Konstruktionsbüros Rubin und Malachit sowie die staatliche russische Rüstungsagentur Rosoboronexport.

    Die Gesamtkosten für das Projekt bleiben geheim, sagte der Generaldirektor der Firma Okeanpribor German Alexandrow zu RIA Novosti. „Für uns persönlich können wir es aber sagen: Die Kosten der hydroakustischen Komponente in einem solchen integrierten System betragen für ein U-Boot zwischen 300 und 500 Millionen Rubel (etwa 40 Rubel sind ein Euro).“

    Granit-Elektron-CEO Georgij Korschawin wies darauf hin, dass es sich um die Anwendung von grundlegend neuen Technologien in den Steuerungspulten von Diesel-U-Booten handle. Es sei gelungen, verschiedene Prozesse in den einheitlichen Steuerungsprozess zu integrieren. „Der Maschinenmann kann anhand von jedem Indikator jede beliebige Information ersehen“, so Korschawin. Zu den Kosten des Projekts ließ er lediglich wissen, dass „ hier alles auf paritätischem Prinzip“ beruhe.

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