20:40 17 Oktober 2017
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    Russlands Militär kauft vorerst keine heimischen Panzer

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    Die neuen russischen Kampfpanzer entsprechen laut Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow nicht den modernen Anforderungen, weshalb das Verteidigungsministerium vorerst keine Panzer aus heimischer Produktion anschaffen wird.

    Die neuen russischen Kampfpanzer entsprechen laut Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow nicht den modernen Anforderungen, weshalb das Verteidigungsministerium vorerst keine Panzer aus heimischer Produktion anschaffen wird. 

    Selbst die Neuentwicklungen, die russische Konstruktionsbüros anbieten, seien zu 60 Prozent veraltet, sagte Serdjukow am Freitag in Moskau. „Deshalb haben wir die Angebote vorerst abgelehnt.“

    Die russische Armee werde lieber ihren Panzerbestand modernisieren. Die Erneuerung eines Panzers ist mit 30 bis 40 Millionen Rubel (eine dreiviertel bis eine Million Euro) deutlich billiger als ein neuer Panzer, sagte der Minister. Wie Heereschef Alexander Postnikow zuvor mitgeteilt hatte, kostet ein russischer Panzer vom Typ T-90 rund 118 Millionen Rubel (knapp drei Millionen Euro).

    Laut Serdjukow reduzieren viele Staaten ihre Panzerbestände. Der russischen Armee stehen jetzt über 10 000 Panzer zur Verfügung. Die optimale Zahl liege zwischen 8 000 und 10 000.

    Im März hatte der Befehlshaber der russischen Landstreitkräfte Alexander Postnikow die heimischen Panzer als teuer und nicht wirksam bemängelt. Selbst die neuesten russischen Waffen können ihm zufolge nicht einmal mit ihren chinesischen Pendants mithalten und schon gar nicht mit denen der Nato. Der Heereschef hatte damals unter anderem die deutschen Leopard-Panzer gelobt.

     


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