02:25 23 Oktober 2017
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    Nato-Abzug aus Afghanistan erhöht Extremismusgefahr für Zentralasien

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    Lage in Afghanistan (867)
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    Der Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan wird laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin die Länder Zentralasiens gefährden und eine Stunde der Wahrheit für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bedeuten.

    Der Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan wird laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin die Länder Zentralasiens gefährden und eine Stunde der Wahrheit für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bedeuten.

    Wie Rogosin am Mittwoch dem TV-Sender „Rossija 24“ sagte, zieht derzeit die Nato die Extremistenkräfte nicht nur aus Afghanistan sondern aus der ganzen Region auf sich.
    Wenn die Allianz weg sein werde, werden die Extremisten - die so genannten „dogs of war“ - dann das Interesse an Afghanistan verlieren und ihre Aktivitäten höchstwahrscheinlich auf die ganze zentralasiatische Region ausstrecken.

    „Das ist ein großes Problem für uns“, sagte Rogosin. Gerade deswegen bemühe sich Russland, um seine Verbündeten (Armenien, Kasachstan, Weißrussland, Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan) „mit allem Notwendigen für einen Widerstand gegen die real zunehmende Extremistengefahr zu versorgen.“

    Rogosin äußerte die Hoffnung, dass die USA versuchen werden, doch in Afghanistan zu bleiben, möge es auch mit einer kleinen Einheit sein. Rogosin fügte außerdem hinzu, dass die Erfolge der Nato am Hindukusch etwas übertrieben seien.

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