14:50 18 August 2017
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    US-Vizeaußenministerin bespricht in Petersburg Fragen der Raketenabwehr

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Die US-Vizeaußenministerin für Rüstungskontrolle, Helen Tosher, wird vom 11. bis 12. August in Sankt Petersburg die russisch-amerikanischen Verhandlungen zur Raketenabwehr fortsetzen.

    Die US-Vizeaußenministerin für Rüstungskontrolle, Helen Tosher, wird vom 11. bis 12. August in Sankt Petersburg die russisch-amerikanischen Verhandlungen zur Raketenabwehr fortsetzen.

    „Tosher plant ein Treffen mit ihrem russischen Amtkollegen Sergej Rjabkow. Sie werden die Verhandlungen zur Zusammenarbeit im Bereich der Raketenabwehr fortsetzen“, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit.

    Beim Russland-Nato-Gipfel im November 2010 in Lissabon hatten Russland und die Allianz eine Kooperation bei der Herstellung eines europäischen Raketenabwehrsystems vereinbart. Russland vertritt den Standpunkt, dass die Entwicklung der Konzeption und der Architektur des europäischen Raketenschilds auf gleichberechtigter Basis erfolgen und adäquate Maßnahmen zur Festigung des Vertrauens und der Transparenz auf dem Gebiet der Raketenabwehr vorsehen muss. Für die russische Seite ist es prinzipiell wichtig, dass die Garantien dafür, dass der Raketenschild nicht gegen Russland gerichtet ist, in einer juristisch verbindlichen Form zu Papier gebracht werden. Die Nato ruft indessen Russland auf, sich mit mündlichen Versicherungen zufriedenzugeben, dass dieses System nicht gegen die russischen Kernwaffen angewandt wird.

    US-Präsident Barack Obama hatte am 17. September 2009 Änderungen an den unter George W. Bush bestätigten Plänen zur Schaffung eines Raketenabwehrsystems in Osteuropa bekannt gegeben.

    Somit verzichteten die USA nicht auf die Stationierung von Elementen einer Raketenabwehr in Europa, sondern schoben ihre Entfaltung bis 2015 auf.

    Die republikanische Administration von George W. Bush hatte mit dem Argument des Schutzes Europas vor einem möglichen Raketenüberfall, darunter auch seitens des Iran, geplant, im Rahmen der Entfaltung des europäischen Elementes des Raketenabwehrsystems Abfangraketen in Polen und einen Radar in Tschechien zu stationieren.

    Russland hatte diese Absichten Washingtons als direkte Bedrohung für sein strategisches Potential gewertet.

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