19:37 23 August 2017
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    Nordkorea dementiert Schüsse an umstrittener Seegrenze zu Südkorea

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    Die nordkoreanischen Behörden streiten den jüngsten Artilleriebeschuss im Raum der umstrittenen Grenze zu Südkorea im Gelben Meer ab, berichtet AP am Donnerstag.„

    Die nordkoreanischen Behörden streiten den jüngsten Artilleriebeschuss im Raum der umstrittenen Grenze zu Südkorea im Gelben Meer ab, berichtet AP am Donnerstag.

    Pjöngjang zufolge hat Südkorea „vergeblich mit Artilleriefeuer auf gewöhnliche Sprengarbeiten“ zu Bauzwecken geantwortet. Seoul hat bisher keine diesbezügliche Erklärung abgegeben, betont die Agentur.

    Am 10. August erwiderte die südkoreanische Kriegsmarine das Feuer, nachdem einige Artilleriegeschosse vom nordkoreanischen Territorium aus an die Küste der Insel Yeongpyeong gelangt waren. Über Betroffene gibt es keine Meldungen.

    Das ist der zweite bewaffnete Zwischenfall um Yeongpyeong in den letzten neun Monaten. Am 23. November 2010 hatte Nordkorea nach eigenen Angaben die Insel im Raum der entmilitarisierten Zone als Antwort auf eine südkoreanische Militärübung beschossen.  Beim größten bewaffneten Zwischenfall in den letzen 50 Jahren auf der koreanischen Halbinsel waren vier Menschen ums Leben gekommen.

    Die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea hatten sich nach dem Untergang der südkoreanischen Korvette „Cheonan“ am 26. März 2010 im Gelben Meer zugespitzt. Seoul machte Pjöngjang für die Zerstörung des Schiffes und den Tod von 46 Matrosen verantwortlich, legte alle Wirtschaftskontakte mit dem kommunistischen Nachbarn auf Eis und sperrte seine Gewässer für nordkoreanische Schiffe.

    Nordkorea wies die Vorwürfe zurück und kündigte als Protest den Nichtangriffspakt mit Südkorea auf. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il versetzte zudem sein Militär in erhöhte Gefechtsbereitschaft. Südkorea brachte den Streit vor den Weltsicherheitsrat.

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