14:30 15 Oktober 2018
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    Libyen: Gaddafi gibt nicht auf

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    Protestaktionen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen (403)
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    Der gestürzte libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat seine Anhänger in einer Video-Ansprache, die am späten Donnerstagabend vom Fernsehsender Al Rai aus Damaskus ausgestrahlt wurde, zum Partisanenkrieg gegen die Aufständischen aufgerufen.

    Der gestürzte libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat seine Anhänger in einer Video-Ansprache, die am späten Donnerstagabend vom Fernsehsender Al Rai aus Damaskus ausgestrahlt wurde, zum Partisanenkrieg gegen die Aufständischen aufgerufen.

    „Der Widerstand muss mit jedem Tag zunehmen. Bereitet euch auf einen Partisanenkrieg, einen Krieg in den Städten vor. Widerstand muss auf dem gesamten Territorium von Libyen geleistet werden“, so Gaddafi.

    Laut dem ehemaligen Dschamahiria-Chef ist seine Heimatstadt Sirt nach dem Fall von Tripolis zur Hochburg des Widerstandes geworden.  Dabei empfahl Gaddafi der Nato, ihre Luftangriffe auf libysche Städte einzustellen, denn sie könnten „den Widerstand des Volkes nicht brechen“.  „Unsere Stämme sind gerüstet und lassen sich nicht mit Luftangriffen besiegen“, fügte der Ex-Staatschef hinzu.

    Der Aufenthaltsort von Muammar Gaddafi und dessen Sohn Saif al-Islam ist bisher unbekannt.

    Die libyschen Rebellen halten derzeit den größten Teil des Landes, darunter die Hauptstadt Tripolis, unter ihrer Kontrolle, während Gaddafis Anhänger einige Orte, darunter die Stadt Sirt an der Mittelmeerküste, besetzt halten.

    Der Nationale Übergangsrat Libyens hatte an die Gaddafi-Kämpfer das Ultimatum gestellt, bis zum 10. September die Waffen niederzulegen. Andernfalls würden die Rebellenkräfte mit Unterstützung der Nato umfassende Kampfhandlungen starten.

    Die Aufständischen hatten am 22. August den größten Teil der libyschen Hauptstadt eingenommen und am nächsten Tag das befestigte Stadtviertel Bab-al-Aziziyah, wo sich Gaddafis Residenz befand, erobert.

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