08:55 12 Dezember 2018
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    Generalstabschef Makarow: Raketenschild-Problem belastet Beziehungen Moskau - Nato

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Die Problematik des europäischen Raketenschildes ist nach Ansicht des russischen Generalstabschefs Nikolai Makarow das komplizierteste Problem in den Beziehungen zwischen der Nato und Russland.

    Die Problematik des europäischen Raketenschildes ist nach Ansicht des russischen Generalstabschefs Nikolai Makarow das komplizierteste Problem in den Beziehungen zwischen der Nato und Russland.

    Russland verlangt von der Nato Garantien dafür, dass das zukünftige Raketenabwehrsystem nicht gegen das strategische Potential Russlands gerichtet ist, sagte Armeegeneral Makarow am Montag in Moskau zu Beginn seines Treffens mit Admiral James Stavridis, Chef der vereinigten Nato-Streitkräfte in Europa. Außerdem schlage Russland vor, ein sektorales Raketenabwehrsystem in Europa zu schaffen. Vertreter der Allianz hatten mehrmals erklärt, das System sei nicht gegen Russland gerichtet. Juristische Garantien dafür hat Russland allerdings immer noch nicht bekommen.

    „Ich freue mich über die Gelegenheit, die besonders schwierigen Fragen in unseren Beziehungen bei den heutigen Verhandlungen zu erörtern und mich darüber informieren zu können, wie diese Fragen in Russland und in der Allianz aufgefasst werden“, sagte Makarow.

    Stavridis bezeichnete Makarow als seinen „guten Freund“ und stimmte dem zu, dass Russland und die Allianz viele Bereiche haben, in denen sich die militärische Zusammenarbeit weiterhin  entwickeln wird.

    Zuvor hatte Savridis ein halbstündiges Gespräch mit Admiral Alexander Tatarinow, Chef des Hauptstabes der Seekriegsflotte Russlands, geführt. Dabei erörterten sie den Kampf gegen Piraterie und die Aussichten für die Zusammenarbeit im Rahmen der Antiterroroperation der Nato im Mittelmeer.

    Russland und die Nato hatten sich im November bei ihrem Gipfel in Lissabon darauf geeinigt, gemeinsam ein Raketenabwehrsystem für Europa aufzubauen. Doch die Verhandlungen über die Details kommen nur schleppend voran. Moskau besteht dabei auf einem einheitlichen Raketenschirm, die Nato auf zwei unabhängigen Abwehrsystemen. Auch lehnt das Bündnis die Forderung Russlands ab, zu garantieren, dass der Raketenschirm nicht gegen das russische Atompotenzial gerichtet ist.

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