23:22 23 November 2017
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    Russlands „Feldjäger“ lassen sich Zeit - Militär

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    Die Einführung einer Militärpolizei für die russische Armee ist erst in längerfristiger Perspektive zu erwarten. Das teilte Boris Chubijew, der stellvertretende Leiter der Verwaltung für Untersuchungsaufsicht bei der Obermilitärstaatsanwaltschaft am Donnerstag Journalisten mit.

    Die Einführung einer Militärpolizei für die russische Armee ist erst in längerfristiger Perspektive zu erwarten. Das teilte Boris Chubijew, der stellvertretende Leiter der Verwaltung für Untersuchungsaufsicht bei der Obermilitärstaatsanwaltschaft am Donnerstag Journalisten mit.

    Im Juli dieses Jahres hatte der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow angekündigt, dass bereits 2011 (nicht erst 2012, wie es zuvor hieß) in der russischen Armee eine Militärpolizei aufgestellt werden soll, zu deren Funktionen unter anderem der Kampf gegen das „Diktat der Längerdienenden“ (russisch: Dedowschtschina, Herrschaft der „Deds“, der Großväter) und die Entwendung von Militärvermögen gehören.

    Wie Chubijew weiter mitteilte, wird derzeit unter Beteiligung von Militärstaatsanwälten die organisatorische Form der Militärpolizei ausgearbeitet. Voraussichtlich werde der sogenannte Kommandantendienst, der im August dieses Jahres eingeführt wurde und die Rechtsordnung in der Armee kontrollieren soll, eine der Strukturen der Militärpolizei sein.

    „Die Militärpolizei kommt leider erst in längerfristiger Perspektive“, sagte Chubijew.