14:13 23 November 2017
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    GUS-Staaten müssen Zukunft von US-Transitpunkt Manas bestimmen: kirgisischer Premier

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    Über das weitere Schicksal des US-Transitzentrums Manas in der Nähe der kirgisischen Hauptstadt Bischkek müssen laut dem kommissarischen Premier dieses mittelasiatischen Landes, Omurbek Babanow, nur die Mitglieder der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) der GUS entscheiden.

    Über das weitere Schicksal des US-Transitzentrums Manas in der Nähe der kirgisischen Hauptstadt Bischkek müssen laut dem kommissarischen Premier dieses mittelasiatischen Landes, Omurbek Babanow, nur die Mitglieder der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) der GUS entscheiden.

    Die Luftwaffenbase Manas war im Jahr 2001 auf dem internationalen Flughafen von Bischkek im Rahmen der Nato-geleiteten Operation „Enduring Freedom“ in Afghanistan eingerichtet worden. Die Base wurde später in Transitzentrum umbenannt, das als Umschlagplatz bzw. Zwischenstopp für Waffen sowie zur Verlegung von US-Militärs nach Afghanistan dient.

    Gemäß einem diesbezüglichen Abkommen werde die Luftwaffenbase bis zum Jahr 2014 auf dem Flughafen Manas stationiert sein, sagte Babanow am Montag in Bischkek zu russischen Nachrichtenagenturen. Er äußerte die Hoffnung, dass sich die Situation in Afghanistan nach Ablauf dieser Zeit normalisieren werde und die dort dislozierten Nato-Kräfte die Sicherheitskontrolle an die kirgisischen Behörden übertragen würden.

    Falls dies nicht geschehen sollte, „werden die OVKS-Länder die Frage des Transitzentrums regeln müssen“, so Babanow.

    „Im Rahmen der OVKS war ein Sicherheitsabkommen unterzeichnet worden, in dessen Rahmen diese Situation geregelt werden soll. Falls die Nato dieses Gebiet vorfristig verlassen sollte, würde die Luftwaffenbase dementsprechend geschlossen werden“, so der kommissarische Premier Kirgistans.

    Er merkte ferner an, dass nur die afghanischen Behörden ihr Land verwalten und dort Ordnung schaffen dürfen. „Was die Einrichtung eines vereinten Militärstützpunktes Russlands in unserer Republik betrifft, so erörtern wir diese Frage jetzt im Rahmen der OVKS. Nach unserer Auffassung darf nur im Rahmen dieser Organisation darüber entschieden werden.“

    In Kirgistan sind derzeit fünf russische Militärobjekte, darunter der Luftwaffenstützpunkt Kant, stationiert. Russland hatte zuvor vorgeschlagen, all diese Objekte unter einem einheitlichen Kommando zu vereinen.

    Die Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit - ein militärpolitisches Bündnis der GUS-Länder, entstand auf der Grundlage des Vertrages über kollektive Sicherheit, der am 15. Mai 1992 unterzeichnet worden war. Die OVKS setzt sich aus Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan und Usbekistan zusammen.

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