17:49 23 November 2017
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    Zypern hebt Militärübung auf und schlägt der Türkei vor, dasselbe zu tun

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    Die Republik Zypern hat am Montag die jährliche Militärübung, die kommende Woche stattfinden sollte, abgesagt und der Türkei vorgeschlagen, ihre Übung ebenfalls aufzuheben, um eine Eskalation der Spannungen in der Region zu vermeiden.

    Die Republik Zypern hat am Montag die  jährliche Militärübung, die kommende Woche stattfinden sollte, abgesagt und der Türkei vorgeschlagen, ihre Übung ebenfalls aufzuheben, um eine Eskalation der Spannungen in der Region zu vermeiden.

    „Die Republik Zypern hat beschlossen, die Militärübung Nikiforos-2011 nicht durchzuführen, da sie bei der Uno die Initiative ergriffen hat, sowohl diese als auch die türkische Übung aufzuheben“, heißt es in einer Erklärung des zypriotischen Verteidigungsministeriums.

    Die Türkei hat bisher keine Antwort gegeben.

    Die Insel ist de facto seit 1974 zwischen der von der Weltgemeinschaft anerkannten Republik Zypern und der nichtanerkannten Türkischen Republik Nordzypern aufgeteilt, mit der nur Ankara Beziehungen aufrechterhält.

    Die Verhandlungen zwischen den griechischen Zyprioten und den türkischen Zyprioten über eine Wiedervereinigung der Insel haben bisher keine Ergebnisse gebracht.

    Zu einer erneuten Zuspitzung der Polemik zwischen Zypern und der Türke kam es in den vergangenen Wochen wegen der Entscheidung Zyperns, mit der Erkundung von mineralischen Rohstoffen in seiner Wirtschaftszone im Mittelmeer zu beginnen.

    Das rief bei der Türkei Unwillen hervor, die meint, dass die de facto von den griechischen Zyprioten kontrollierte Regierung der Insel mit dem Erhalt von „Erdöldollars“ den Stimulus zu einer friedlichen Regelung mit den türkischen Zyprioten einbüße.

    Die zypriotische Regierung ist der Auffassung, dass die türkischen Erklärungen über den Abbau von Vorkommen mit der Bedrohung einer militärischen Einmischung verbunden sind und dem Völkerrecht zuwiderlaufen.

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