12:02 24 November 2017
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    Raketenabwehr

    USA bieten Russland Kontrolle über Raketenabwehrtests an

    © Sputnik/ Mikhail Fomichew
    Militär
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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Die USA haben Moskau vorgeschlagen, die Erprobungen von Elementen der geplanten europäischen Raketenabwehr mit russischen Radaren zu überwachen.

    Die USA haben Moskau vorgeschlagen, die Erprobungen von Elementen der geplanten europäischen Raketenabwehr mit russischen Radaren zu überwachen.

    Auf diese Weise könne sich die russische Seite überzeugen, dass der beabsichtigte Raketenschild sie nicht gefährdet.

    Das teilte Reuters am Dienstag unter Hinweis auf General Patric O’Reilly, Chef der zur Pentagon-Struktur gehörenden Agentur für Raketenabwehr, mit.

    Laut O’Reilly wird Russland so die Effektivität amerikanischer Abfangraketen, die für die Abwehr eines möglichen Raketenangriffs durch den Iran bestimmt seien, selbst bewerten können.

    Die US-Raketen würden Raketen, die aus der Tiefe des russischen Territoriums gestartet würden, nicht effektiv bekämpfen können, sagte der General am Dienstag bei einer Sitzung des Atlantischen Rats in Washington.

    Die US-Vizeaußenministerin für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit, Helen Tosher, erklärte ihrerseits, die USA seien bereit, die Tatsache, dass die europäische Raketenabwehr nicht gegen Russland gerichtet sei,  schriftlich zu fixieren. Die juristisch verbindlichen Garantien, die Russland fordert, könne Washington aber nicht geben.

    Beim Russland-Nato-Gipfel im November 2010 in Lissabon hatten Russland und die Allianz eine Kooperation bei der Herstellung eines europäischen Raketenabwehrsystems vereinbart. Russland vertritt den Standpunkt, dass die Entwicklung der Konzeption und der Architektur des europäischen Raketenschilds auf gleichberechtigter Basis erfolgen und adäquate Maßnahmen zur Festigung des Vertrauens und der Transparenz auf dem Gebiet der Raketenabwehr vorsehen muss. Für die russische Seite ist es prinzipiell wichtig, dass die Garantien dafür, dass der Raketenschild nicht gegen Russland gerichtet ist, in einer juristisch verbindlichen Form zu Papier gebracht werden. Die Nato ruft indessen Russland auf, sich mit mündlichen Versicherungen zufrieden zu geben, dass dieses System nicht gegen die russischen Kernwaffen angewandt wird.

    Die russische Seite hat mehr als einmal betont, dass sie nicht  ganz begreife, welche konkrete Rolle ihr die USA bei der europäischen Raketenabwehr zudenken.

    Mit der Rolle eines passiven Beobachters ist Russland nicht einverstanden.

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