03:46 21 November 2017
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    Europäisches Raketenabwehrsystem: Washington zu Zugeständnissen bereit - „Nesawissimaja Gaseta“

    © Sputnik/ Mikhail Fomichew
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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Aus den USA sind zwei Signale gekommen, die von der US-Bereitschaft zeugen, Moskau Zugeständnisse bei der Raketenabwehr zu machen, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Aus den USA sind zwei Signale gekommen, die von der US-Bereitschaft  zeugen, Moskau Zugeständnisse bei der Raketenabwehr zu machen, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Das erste Signal kam von Generalleutnant Patrick O’Reilly, Chef der US-Raketenabwehr. Er hat bei der Sitzung des Atlantischen Rats den russischen Militärs angeboten, sich selbst davon zu überzeugen, dass der Aufbau des europäischen Raketenabwehrsystems Russland nicht bedroht.

    Laut O’Reilly können die russischen Militärs die Informationen über die Abfangraketen über eigene Radaranlagen erhalten. Zudem seien die Raketen vom Typ Standard Missile-3 nur zwei Tonnen schwer und könnten zum Abfangen der russischen Langstreckenraketen nicht eingesetzt werden, sagte O’Reilly.

     „Wir haben den Russen unsere technischen Argumente vorgelegt und ihnen auch angeboten, an unseren Flugtests teilzunehmen. Sie können auch mit ihren Systemen alles messen und eine Bestätigung dafür erhalten, dass unsere Abfangraketen beim Kampf gegen regionale Raketendrohungen effektiv und gegen strategische Kräfte wirkungslos sind“, sagte O’Reilly.

    Das zweite Signal kam von US-Vizeaußenministerin Ellen Tauscher. „Wir sind bereit, den Fakt schriftlich zu fixieren, dass das Raketenabwehrsystem nicht gegen Russland gerichtet ist“, sagte Tauscher. Zugleich räumte sie ein, dass die USA nicht bereit seien, juristisch verbindliche Dokumente zu unterzeichnen und Einschränkungen des europäischen Raketenabwehrsystems zuzustimmen.

    Wie Tauscher betonte, besteht die Aufgabe des Raketensystems in Europa darin, den Raketenstarts aus dem Nahen Osten entgegen zu setzen. Aus technischer Sicht könne das System nicht gegen russische strategische Kräfte eingesetzt werden.

    Laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin handelt es sich bei diesem Thema nicht nur um juristische Garantien. „Wir dachten, dass dieser Vertrag die Kriterien enthalten wird, dass das System nicht gegen Russland gerichtet ist: Zahl der Abfangraketen, Stationierungsorte, Geschwindigkeit und Reichweite der Raketen“, sagte Rogosin.

    Das alles müsse garantieren, dass das europäische Raketenabwehrsystem keine Bedrohung für die russischen strategischen Kräfte darstelle. Moskau solle weder Washington noch Brüssel Zugeständnisse machen, sagte Rogosin.

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