06:52 25 November 2017
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    Lawrow: Russland schließt Antwort auf US-Raketenschild nicht aus

    © Sputnik/ Mikhail Fomichew
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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Moskau schließt laut Außenminister Lawrow militär-technische Gegenmaßnahmen nicht aus, falls die USA und die Nato die russische Position zur Raketenabwehr weiterhin missachten.

    Moskau schließt laut Außenminister Lawrow militär-technische Gegenmaßnahmen nicht aus, falls die USA und die Nato die russische Position zur Raketenabwehr weiterhin missachten.

    „Wir sind bereit, den Dialog über das Raketenabwehrsystem sowohl mit den USA als auch mit der Nato fortzusetzen. Wenn aber unsere Partner unsere Position auch weiterhin ignorieren, werden wir gezwungen sein, die eigenen Sicherheitsinteressen durch andere Methoden zu gewährleisten. Es kann sein, dass konkrete und, ich betone, notgedrungene Gegenmaßnahmen militärtechnischen Charakters erforderlich sein werden“, sagte Lawrow in einem Interview für die serbische Zeitung „Večernje Novosti“.

    Lawrow betonte, Russland würde sich eine solche Entwicklung der Ereignisse nicht wünschen. 
    Er verwies darauf, dass die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Washington und Bukarest über die Stationierung eines Stützpunktes für Abfangraketen des globalen US-Raketenabwehrsystems in Rumänien nur eines der Glieder in der Ereigniskette der letzten zwei Monate sei. Diese Ereignisse würden die Einstellung der USA auf eine beschleunigte Umsetzung ihrer Raketenabwehrpläne deutlich machen, wobei die russische Position unbeachtet bleibe. 

    „All das geschieht vor dem Hintergrund der Sackgasse im Dialog zwischen einerseits Russland und Washington und der Nordatlantischen Allianz andererseits zu den für uns prinzipiellen Fragen – über eine juristisch verbindliche Verankerung der Verpflichtung, dass die Raketenabwehr der USA und der Nato nicht gegen die russischen Eindämmungskräfte gerichtet ist, sowie über die Erarbeitung von klaren Kriterien dafür“, hieß es.

    Vereinbarungen über die Stationierung von Teilen und der Infrastruktur des Raketenschildes seien bereits mit der Türkei, Polen und Spanien erreicht worden. Und allem Anschein nach sei diese Liste noch nicht abgeschlossen, so Lawrow.

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