14:07 24 April 2018
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    Medwedews Raketenschild-Erklärung ist Aufruf zum Dialog - Vizeverteidigungsminister

    © RIA Novosti . Mikhail Fomichew
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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Mit seiner Erklärung über mögliche Gegenmaßnahmen in Erwiderung der geplanten Raketenschild-Stationierung in Europa ohne russische Teilnahme hat Präsident Dmitri Medwedew Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow zufolge ein rechtzeitiges Signal an die Partner gegeben, einen Dialog über eventuelle gegenseitig annehmbare Lösungen fortzusetzen.

     Mit seiner Erklärung über mögliche Gegenmaßnahmen in Erwiderung der geplanten Raketenschild-Stationierung in Europa ohne russische Teilnahme hat Präsident Dmitri Medwedew Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow zufolge ein rechtzeitiges Signal an die Partner gegeben, einen Dialog über eventuelle gegenseitig annehmbare Lösungen fortzusetzen.

    „Ich bin strikt dagegen, diese Erklärung als ein Zeichen der Konfrontation aufzunehmen, weil all das, was der Präsident wollte, war, ein Signal an die Partner zu geben, unseren Dialog bei der Suche nach gegenseitig annehmbaren Lösungen fortzusetzen“, sagte Antonow.

    „In den zurückliegenden Wochen und Monaten beobachten wir nämlich, wie die USA trotz der laufenden Verhandlungen ihre Pläne zur Stationierung des europäischen Raketenschild-Segments umsetzen“, hieß es.

    Antonow stellte fest, dass die USA diesbezügliche Verhandlungen mit Spanien, Rumänien und Polen vor kurzem abgeschlossen hätten. „Wir wissen nicht, was weiter passiert, bereits jetzt ist aber bekannt, dass im Schwarzen Meer ein US-Kriegsschiff aufgetaucht ist. Schwer zu sagen, wie sich die jetzige Situation weiter entwickeln wird.“

    „Wenn es keine Handlungen gibt, die die russischen nuklearen Eindämmungskräfte blockieren, wird es auch keine militärtechnischen Gegenmaßnahmen“ Russlands geben, fügte Antonow hinzu.

    Die Worte von Präsident Medwedew, Russland könnte aus dem Start-Vertrag austreten, sollten nicht so verstanden werden, als habe Russland ein neues Wettrüsten vor. Der Start-Vertrag sei aber nur deshalb geschlossen worden, weil darin der Zusammenhang zwischen den strategischen Offensiv- und den strategischen Defensivwaffen betont werde. „Dieser Zusammenhang wurde auch von den Amerikanern anerkannt.“

    Es würde genügen, sich zwei Krieger vorzustellen, die mit Schwertern voreinander stehen. „Einer von ihnen bekommt plötzlich einen Schild… Der andere muss dann entweder sein Schwert größer machen oder einen ähnlichen Schild bekommen“, sagte der Vizeverteidigungsminister. 

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