22:05 13 Dezember 2018
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    Raketenabwehr: Medwedews Warnung stößt auf geteiltes Echo in USA - „Rossijskaja Gaseta“

    © Sputnik / Mikhail Fomichew
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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Die USA haben eine Antwort auf Medwedews Raketenschild-Erklärung gegeben, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag.

    Die USA haben eine Antwort auf Medwedews Raketenschild-Erklärung gegeben, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag.

    Es gab keine Überraschungen: Das Weiße Haus verkündete erneut, dass die US-Raketenabwehr nicht gegen Russland gerichtet sei und die Pläne nicht geändert werden.

    Die Reaktion des US-Außenministeriums war ähnlich gewesen. „Die USA haben die Absicht, mit Russland weiter zu arbeiten, und es zu überzeugen, an der Schaffung eines Raketenabwehrsystems teilzunehmen. Der START-Vertrag fördert die Stabilität und Sicherheit beider Länder. Wir sehen keine Gründe für den Ausstieg Russlands aus dem Vertrag“, sagte US-Außenamtssprecher Mark Toner.

    Das Kapitol reagierte viel heftiger auf Medwedews Worte. Russland wurde indirekt vorgeworfen,  die Nato einschüchtern zu wollen. Wie der Sprecher eines US-Senators in dem Blog „The Cable“ des einflussreichen Magazins „Foreign Policy“ betonte, müsse Russlands scharfe Antwort auf die US-Raketenabwehrpläne als Drohung  aufgefasst werden.

    Laut dem Politikwissenschaftler Steven Pfifer vom Brookings-Institut in Washington sind die Drohungen, die gegen die Nato-Verbündeten gerichtet sind, nicht nützlich und werden weiter die Ängste der baltischen und mitteleuropäischen Länder schüren, dass Russland weiterhin eine militärische Bedrohung darstelle.

    „Russlands offizielle Personen haben leider Bedingungen gestellt, die eine praktische Zusammenarbeit mit der Nato beinahe ausschließt, und fordert rechtsverbindliche Garantien, dass das Raketenabwehrsystem nicht gegen Russlands strategische Kräfte gerichtet ist“, betonte Steven Pfifer. Ihm zufolge sind die USA bereit, Transparenz zu gewährleisten und russischen Spezialisten zu erlauben, die Tests der US-Abfangraketen Standard SM-3 zu beobachten. Diese Rakete werde keine Bedrohung für das russische Abschreckungspotential darstellen, weil sie zu langsam und ihr Wirkungsradius zu klein sei, so Pfifer.

    Zugleich wollen die USA keine Garantien dafür geben, dass die europäische Raketenabwehr nicht gegen Russland gerichtet ist. Laut Paul Saunders, Exekutivdirektor des Zentrums für nationale Interessen der USA, besteht das Hauptproblem darin, dass 39 republikanische Senatoren in einem Brief an das Weiße Haus angekündigt haben, dass sie gegen jede Einschränkungen für die US-Raketenabwehr und Weitergaben von vertraulichen  Informationen über die Raketenabwehrsysteme seien.

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