07:36 19 Juli 2018
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    Raketenabwehr: Nato-Chef betont Kooperationsbereitschaft mit Russland

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Ungeachtet der scharfen Äußerungen des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zur Raketenabwehr ist die Nato bereit, mit Russland zusammenzuarbeiten, betonte der Generalsekretär der Allianz, Anders Fogh Rasmussen, in seinem Beitrag für die russische Zeitung „Kommersant“.


    Ungeachtet der scharfen Äußerungen des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zur Raketenabwehr ist die Nato bereit, mit Russland zusammenzuarbeiten, betonte der Generalsekretär der Allianz, Anders Fogh Rasmussen, in seinem Beitrag für die russische Zeitung „Kommersant“.

    „Ich freue mich, dass Präsident Medwedew nicht die Tür für einen weiteren Dialog mit der Nato zur Raketenabwehr geschlossen hat. Wir werden diesen Dialog mit Russland fortsetzen. Die Nato schließt keine Türen“, hieß es. Die Kooperation mit Russland diene der allgemeinen Sicherheit, hob Rasmussen hervor.

    Dem Nato-Generalsekretär zufolge haben die Allianz und Russland allgemeine Aufgaben hinsichtlich der Gefahr eines Raketenüberfalls zu bewältigen.

    „Mehr als 30 Länder arbeiten an modernen Raketentechnologien. Einige besitzen bereits ballistische Raketen, die mit konventionellen Gefechtsköpfen oder Massenvernichtungswaffen bestückt werden können. Eine Reihe unserer Städte liegt in ihrer Reichweite… Um realen Bedrohungen entgegenzuwirken, sind reale Verteidigungsmittel notwendig“, schreibt der Nato-Chef.

    Seiner Meinung nach hat die Zusammenarbeit bei der Raketenabwehr nicht nur aus militärischer, sondern auch aus politischer Sicht Sinn.

    „Dies wird ein und für allemal zeigen, dass wir
    miteinander, nicht gegeneinander, Sicherheit schaffen können“, äußerte Rasmussen.

    Er erinnerte auch an die von den Nato-Mitgliedsländern unterbreiteten drei Vorschläge, die zur Zusammenarbeit mit Russland beitragen sollen. Es geht um die Transparenz bei den Raketenabwehr-Programmen durch deren Austausch im Russland-Nato-Rat, gemeinsame Russland-Nato-Übungen im Jahr 2012 und die Einrichtung von zwei gemeinsamen Raketenabwehrzentren.

    „Diese Vorschläge zeugen davon, dass wir die Zusammenarbeit mit Russland ernst nehmen“, so Rasmussen abschließend.

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