23:38 21 August 2017
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    Neues Raketenarsenal: Russland deckt alle Reichweiten ab - “Rossijskaja Gaseta”

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    In vier Jahren wollen Russlands Strategische Raketentruppen eine neue ballistische Festtreibstoffrakete in den Dienst stellen, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag.

    In vier Jahren wollen Russlands Strategische Raketentruppen eine neue ballistische Festtreibstoffrakete in den Dienst stellen, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag.

    Dies teilte der Befehlshaber der Strategischen Raketentruppen, Sergej Karakajew, mit. Diese Rakete soll die Jars- und Topol-Raketen ersetzen.

    Gleichzeitig wird eine neue 100 Tonnen schwere ballistische Flüssigtreibstoffrakete entwickelt. Sie soll die Interkontinentalrakete RS-20 Wojewoda (Nato-Code „Satan“) und die Rakete RS-18 “Stilet” ersetzen.

    Die Raketen des Typs „Wojewoda“ und „Stilet“ wurden früher im ukrainischen Dnepropetrowsk hergestellt. Mit der Entwicklung einer eigenen schweren Rakete soll diese Abhängigkeit verringern werden. Zwischen 2017 und 2020 soll es im russischen Arsenal der Langstreckenraketen nur noch heimische Fabrikate geben.

    Im Vergleich zur Wojewoda-Rakete hat der neue Komplex ein besseres Verhältnis zwischen Nutzlast und Startgewicht.

    „Das Vorhandensein einer starken ballistischen Flüssigtreibstoffrakete in den russischen strategischen Truppen wird ermöglichen, strategische Hochpräzisionswaffen mit unkonventioneller Bewaffnung und einer fast weltumspannenden Reichweite zu schaffen“, sagte Karakajew.

    Bereits die Raketen des Typs Jars, Topol-M und die seegestützten Bulawa-Raketen waren in der Lage, Raketenschilde zu durchbrechen. Für die US-Raketenabwehr ist es sehr schwer, sie abzufangen. Laut Karakajew können die Raketen nach ihrem Start als Ziel nur sehr schwer erfasst werden. Sie später abzufangen ist nahezu unmöglich, weil die einzelnen Sprengköpfe erst geortet und dann vernichtet werden müssten.

    Heute stehen den Strategischen Raketentruppen mehr als 350 Startanlagen zur Verfügung. Fast 90 von ihnen sind mit Mehrfach-Gefechtsköpfen ausgerüsteten Jars-Raketen und die Einzelgefechtskopf-Raketen des Typs Topol-M. Das Arsenal der Strategischen Truppen soll 2021 zu 98 Prozent aus neuen Waffen bestehen.

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