10:55 24 August 2017
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    Südkorea schließt Militärübung nahe der Grenze zu Nordkorea ab

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    Die südkoreanischen Streitkräfte haben ihr Manöver mit Übungsschießen nahe der umstrittenen Grenze zu Nordkorea abgeschlossen, meldet die Agentur Yonhap unter Hinweis auf einen Vertreter des südkoreanischen Vereinigten Stabschefkomitees.

    Die südkoreanischen Streitkräfte haben ihr Manöver mit Übungsschießen nahe der umstrittenen Grenze zu Nordkorea abgeschlossen, meldet die Agentur Yonhap unter Hinweis auf einen Vertreter des südkoreanischen Vereinigten Stabschefkomitees.

    „Wir führten unsere turnusmäßige Marineübung durch, die zwei Stunden dauerte. Ihr Ziel waren Tests von Waffen der Einheiten der Marineinfanterie im Gelben Meer sowie die Aufrechterhaltung der Gefechtsbereitschaft unserer Kräfte in dieser Region“,  hieß es.

    Das Manöver fand im Raum der Insel Yeonpyeong statt, wo die umstrittene Grenze zwischen Nord- und Südkorea verläuft.

    Für die Einwohner der Territorien in der Nähe der Militärübung wurde angeordnet, sich bis zur Beendigung des Manövers in entsprechenden Unterständen aufzuhalten.

    Nachdem Südkorea Pjöngjang über den Beginn der Militärübung benachrichtigt hatte, bezeichneten Vertreter der nordkoreanischen Streitkräfte das Manöver als eine „im Voraus geplante militärische Provokation“ und warnten, dass Pjöngjang als Antwort auf einen Überfall auf das Territorium Nordkoreas Gewalt anwenden werde.

    Die Situation auf der Koreanischen Halbinsel ist seit dem Artilleriegefecht zwischen Nord- und Südkorea am 23. November 2010 im Raum der Insel Yeonpyeong im Gelben Meer besonders angespannt. Bei dem Beschuss kamen damals zwei südkoreanische Militärs und zwei Zivilisten ums Leben. 17 Armeeangehörige erlitten Verletzungen.

    Der Korea-Krieg 1950-1953 ist mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens zu Ende gegangen. Aber formal ist der Krieg bisher nicht beendet. Die USA, deren Truppen unter der UN-Flagge in Korea gekämpft haben, weigern sich, mit Nordkorea einen Friedensvertrag zu schließen sowie es  offiziell anzuerkennen, und halten in Südkorea etwa 28 000 Soldaten.

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